Gründung der hessischen AfD-Jugend: Was in Fulda geplant ist
Protestveranstaltung am Samstag - AfD-Jugend gründet Hessen-Landesverband
Die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ will an diesem Samstag in Fulda-Johannesberg ihren hessischen Landesverband gründen. Viele andere Organisationen rufen dagegen zum Protest auf.
Um 10 Uhr werde es es eine Eröffnungskundgebung am „Parkplatz Stadion“ geben. Dazu erwarten die Organisatoren voraussichtlich eintausend Teilnehmer. Im Anschluss sei ein Demozug nach Johannesberg geplant, wo es wiederum ein Demokratiefestival geben soll, mit Reden, Livemusik, Essen und Trinken. Dort rechnen die Veranstalter mit bis zu 2500 Menschen.
"Es soll friedlich ablaufen"
Friedlich und demokratisch solle es ablaufen, appellieren die Organisatoren bei einer Pressekonferenz am gestrigen Dienstag. Etwa 90 Verbände und Vereine haben sich dem Aufruf zum Demokratie-Festival angeschlossen. Krawalle seien nicht erwünscht. Bei der Gründung der Bundesorganisation der AfD Jugend in Gießen im November war es zu Ausschreitungen gekommen.
Polizei bereitet sich vor
Bei der Polizei laufen die letzten Vorbereitungen und Abstimmungen für ihren Einsatz am Samstag vor Ort. Hessens Innenminister Roman Poseck sagt: „Das Wochenende in Fulda wird aller Voraussicht nach nicht die Dimension haben, die wir Ende November in Gießen erlebt haben. Während in Gießen Gegendemonstranten wegen der hohen symbolischen Bedeutung eines neuen Bundesverbandes aus ganz Deutschland angereist waren, dürfte das Geschehen in Fulda vor allem eine landesweite Dimension haben. Dennoch wird die Polizei auch am Samstag wieder sehr wachsam sein. Sie bereitet sich unter der Leitung des Polizeipräsidiums Osthessen akribisch auf den Einsatz vor. Die Polizei wird am Samstag in Fulda mit einem Großaufgebot im Einsatz sein, um den Rechtsstaat umfassend zur Geltung zu bringen. Dazu gehört, die Rechte von allen Beteiligten zu wahren. Das Recht auf Versammlung steht auch der AfD Jugendorganisation zu."
AfD distanziert sich
Die AfD distanziert sich von den geplanten Veranstaltungen und möglichen Ausschreitungen. In einem Schreiben des AfD-Kreisverbands Fulda heißt es: “Die AfD ist ausschließlich Veranstalter der Versammlung in den vorgesehenen Räumlichkeiten. Auf mögliche Versammlungen, Aktionen oder Entwicklungen im öffentlichen Raum außerhalb dieser Veranstaltung besteht kein Einfluss. Eine Verantwortung hierfür wird nicht übernommen.”