Unfallzahlen explodieren - E-Scooter-Kontrollen: Viele Verstöße
E-Scooter sind im Alltag praktisch, bergen aber auch Gefahren. Weil die Unfallzahlen in Osthessen massiv gestiegen sind, hat die Polizei nun in der gesamten Region kontrolliert. Das Ergebnis: Zahlreiche Fahrer waren mit teils gravierenden Verstößen unterwegs.
Immer mehr Menschen nutzen die elektrischen Roller für kurze Wege. Das schlägt sich laut Polizei deutlich in der Unfallstatistik nieder. 2025 registrierten die Beamten in Osthessen 92 Unfälle mit E-Scootern – ein Anstieg von über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Hohes Verletzungsrisiko
Dabei wurden den Angaben zufolge 73 Menschen verletzt, 13 von ihnen sogar schwer. E-Scooter-Fahrende sind bei einem Zusammenstoß oder Sturz weitgehend ungeschützt, heißt es vom regionalen Verkehrsdienst Fulda.
Gezielte Kontrollen
Wegen dieser Entwicklung rückten die Beamten in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg zu Schwerpunktkontrollen aus. Die Einsatzkräfte überprüften laut Polizei insgesamt 81 E-Scooter und deren Fahrer.
Drogen und fehlende Versicherung
Dabei stellten die Polizisten 45 Verstöße fest und beanstandeten 23 Roller. Einige Fahrer fielen auf, weil sie verbotenerweise durch Fußgängerzonen oder über Gehwege fuhren. Andere waren den Angaben zufolge ohne gültige Versicherungsplakette oder sogar unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln unterwegs.
Aufklärung über Vorschriften
Neben den fälligen Strafen setzten die Beamten vor allem auf Aufklärung. Viele Nutzer wissen offenbar nicht, dass E-Scooter zwingend auf Radwege oder ersatzweise auf die Fahrbahn gehören. Auch die Mitnahme weiterer Personen ist auf den Fahrzeugen streng verboten.
Polizei rät zum Helm
Die Polizei kündigt an, auch künftig gezielt kontrollieren zu wollen, um die Zahl der Unfälle nachhaltig zu senken. Zudem raten die Beamten dringend dazu, freiwillig einen Fahrradhelm zu tragen. Eine Pflicht gibt es zwar nicht, bei einem Sturz lassen sich so aber schwere Kopfverletzungen oft verhindern.