Hautnah ins Mittelalter - Steinfurt wird zum Wikinger-Dorf
Kämpfer im Schildwall, rauchende Schmiedefeuer und fliegende Äxte: Das beschauliche Steinfurt bei Herbstein verwandelt sich für drei Tage in ein frühmittelalterliches Dorf. Gut 1000 Darsteller schlagen dann im Vogelsberg ihre Zelte auf und machen Geschichte hautnah erlebbar.
Über 60 Handwerker werden laut Organisator Daniel Beck vor Ort sein, um ihre traditionelle Kunst zu präsentieren. Besucher können beim Bogenbau, Schmieden oder der Glasperlenherstellung nicht nur zuschauen, sondern an vielen Stellen auch direkt selbst mit anpacken.
300 Kämpfer krachen aufeinander
Richtig zur Sache geht es dann auf dem offenen Feld. Mehr als 300 Kämpfer sollen beim sogenannten Steinfurt-Ting in einem großen Schildwall aufeinandertreffen. Dabei handelt es sich laut Veranstalter nicht um einstudierte Showkämpfe, sondern um hart, aber sportlich ausgetragene Gefechte mit festen Regeln. Wer der beste Kämpfer des Lagers ist, wird zudem in einem dreitägigen Einzel-Turnier ausgefochten. Dem Gewinner winkt ein handgeschmiedeter Preis.
Pferde, Feuer und Wikinger-Mode
Abseits der großen Gefechte demonstrieren die Darsteller das historische Fechten mit und ohne Pferd. Bei einer Wikinger-Modenschau wird zudem gezeigt, wie stark sich Kleidung, Stoffe und Schmuck in den verschiedenen Regionen damals unterschieden haben. Wenn es dunkel wird, sollen Feuershows für eine besondere Atmosphäre zwischen den Zelten sorgen. Musikalisch untermalt wird das Spektakel von zwei Bands aus Polen, die alte slawische Melodien und kraftvolle Gesänge in den Vogelsberg bringen.
Axtwerfen für die ganze Familie
Damit das historische Treiben auch für Familien zum Erlebnis wird, gibt es einen großen Mitmachbereich. Beim Axtwerfen, Katapultschießen oder Toben auf der Strohburg können sich kleine und große Gäste ausprobieren.
Alle Infos zum Steinfurt-Ting gibt es hier: http://www.steinfurt-ting.de