Festnahme nach Café-Explosion - Teenager für Tat in Frankfurt angeheuert?
Nach einer Serie von Sprengstoffanschlägen im Rhein-Main-Gebiet ist den Ermittlern ein Schlag gegen die mutmaßlichen Hintermänner gelungen. In den Niederlanden wurde ein 20-Jähriger festgenommen, der gezielt Minderjährige für die Taten rekrutiert haben soll.
Einsatzkräfte durchsuchten mehrere Wohnungen im Nachbarland. Dabei wurde laut Staatsanwaltschaft und Polizei Frankfurt ein Haftbefehl gegen den 20-jährigen Hauptverdächtigen vollstreckt.
Anleitung zum Bombenbau
Dem Mann wird vorgeworfen, Teil des Kriminalitätsphänomens "Violence-as-a-Service" zu sein. Er soll junge Männer und Jugendliche in den Niederlanden angeworben, sie beim Bau von Sprengsätzen angeleitet und anschließend zu den Tatorten nach Deutschland gefahren haben.
Explosionen in Café und Taunusstein
Hintergrund sind mehrere Detonationen im Sommer 2025 in Taunusstein und Frankfurt. Besonders schwer wiegt ein Fall in Frankfurt-Bockenheim: Hier explodierte ein Sprengsatz in einem Café – die Ermittler werten dies unter anderem als versuchten Mord.
13-Jähriger unter den Beteiligten
Die Skrupellosigkeit der Gruppierung zeigt sich bei der Wahl der Ausführenden. Ein Beteiligter war zur Tatzeit den Angaben zufolge gerade einmal 13 Jahre alt. Der Hauptverdächtige soll die Aktionen vor Ort überwacht und geführt haben.
Waffen und Drogen gefunden
Bei dem Zugriff fanden die Beamten beim Hauptverdächtigen zwei Schusswaffen sowie Munition. Zudem stellten sie bei ihm und weiteren Verdächtigen Datenträger und mutmaßliche Drogen sicher, heißt es von den Behörden.
Auslieferung beantragt
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat nun die Auslieferung des 20-Jährigen beantragt, damit ihm hier der Prozess gemacht werden kann. Gegen zwei bereits gefasste mutmaßliche Täter im Alter von 15 und 18 Jahren beginnt demnächst die Hauptverhandlung vor dem Landgericht.
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