Abkühlung in hessischen Zoos - Wie Tiere sich erfrischen
Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, leiden nicht nur Menschen unter der Hitze - auch Zootiere brauchen dann besondere Unterstützung.
Der Opel-Zoo in Kronberg und der Vogelpark Schotten bereiten sich deshalb gezielt auf heiße Tage vor und entwickeln für ihre Tiere individuelle Abkühlungsstrategien.
Wasser als wichtigstes Kühlmittel
Besonders beliebt sind an heißen Tagen Wasseranwendungen. Im Opel-Zoo werden Elefanten oft mit Duschen oder Rasensprengern abgekühlt und bespritzen sich zusätzlich selbst mit Wasser. Auch Bären, Tapire oder Schweine nutzen Wasserbecken und Schlammlöcher, um ihre Körpertemperatur zu regulieren.
Auch im Vogelpark Schotten spielt Wasser eine zentrale Rolle: Die Emus plantschen in ihrem Außenbecken und werden bei extremer Hitze zusätzlich mit dem Wasserschlauch abgespritzt. Und auch die kleineren Vögel freuen sich über eine nasse Abkühlung. Zum Beispiel die Bartkäuze – Parkleiter Frank Jung schwärmt: „Es ist ein Highlight, ihnen beim Baden in ihrer Trinkschale zuzuschauen - das allein ist schon ein Besuch wert.“
Schatten und kühle Rückzugsorte
Neben Wasser ist ausreichender Schatten entscheidend. Im Opel-Zoo setzt man auf durchdachte Gehegeplanung und natürliche Schattenzonen, damit sich die Tiere bei Bedarf zurückziehen können.
Im Vogelpark Schotten sorgen zusätzlich gezielte Maßnahmen für Abkühlung im Schatten: Die Polarfüchse genießen dort den Schatten eines Sonnenschirms.
Eisbomben - Kühlung mit Beschäftigungseffekt
Eine besonders beliebte Sommermaßnahme in beiden Zoos sind sogenannte Eisbomben. Im Opel-Zoo frieren Tierpfleger Obst, Gemüse, Fleisch oder Kräuter in Eisblöcke ein. Die Tiere müssen sich das Futter dann langsam erarbeiten - das sorgt nicht nur für Kühlung, sondern auch für Beschäftigung.
Auch im Vogelpark Schotten gibt es Eisbomben für viele Tiere im Park: gefroren aus Wasser oder Tee und je nach Tierart mit Gemüse, Obst oder Fleisch gefüllt.
Angepasste Fütterungszeiten
Bei großer Hitze verändern sich im Opel-Zoo häufig auch die Fütterungszeiten. Viele Tiere sind in den kühleren Morgen- oder Abendstunden aktiver und fressen dann besser. Deshalb wird das Futter oft früher oder später am Tag angeboten. Außerdem achten die Tierpfleger darauf, dass immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht. Wasserreiches Futter wie Obst, Gemüse und frische Pflanzen hilft zusätzlich, den Flüssigkeitshaushalt der Tiere stabil zu halten.