Aktion gegen Hitze in Frankfurt - Kühlmobile bieten Obdachlosen Schutz
An heißen Tagen haben Obdachlose in Städten kaum Möglichkeiten, Abkühlung zu finden. Der Asphalt in den Fußgängerzonen heizt sich besonders auf. Klimatisierte Orte bleiben Menschen ohne festen Wohnsitz oft verwehrt. Die Stadt Frankfurt schafft hier nun Abhilfe.
Ab sofort stellt die Stadt amWilly-Brandt-Platz sogennante Kühlmobile zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ausrangierte Linienbusse, die allerdings mit modernen Klimageräten ausgestattet sind und Platz für jeweils 40 Personen bieten.
Trinkwasser und Ansprechpersonen
In den Bussen können die Obdachlosen aber nicht nur der Hitze entfliehen, es gibt auch kostenloses Trinkwasser und Hilfsangebote für die Menschen. Mitarbeiter der Johanniter betreiben den Bus und dienen als Ansprechpersonen auf dem Platz zwischen Bahnhofsviertel und der Innenstadt. Dort sollen die Kühlmoble bis Ende August stehen bleiben.
Projekt deutschlandweit einmalig
Laut Frankfurts Sozial-Dezerentin Elke Voitl ist das Projekt deutschlandweit einmalig: “Extreme Hitze in Innenstädten ist ein Gesundheitsrisiko – besonders für obdachlose Menschen. Mit diesem Projekt reagieren wir schnell und pragmatisch auf den heißen Sommer", so die Dezernentin. Geöffnet sind die Kühlmobile täglich von 13 bis 19 Uhr.