Entscheidung um Kino mit Parkhaus in Friedberg vertagt
Neues Kino mit Parkhaus - Entscheidung in Friedberg vertagt
Ein neues Kino mit Parkhaus, direkt in der City: Die Entscheidung um das Millionenprojekt in Friedberg ist vertagt worden. Die Stadtverordneten haben sich am Donnerstagabend nicht abschließend geeinigt.
Die Entscheidung soll nun in einer zusätzlich anberaumten Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 10. September fallen, heißt es aus dem Rathaus der Kreisstadt des Wetteraukreises. Hintergrund ist, dass eine Kooperation aus CDU, Freie Wähler und FDP einen Antrag gestellt hat. Demnach soll ein weiteres Rechtsgutachten zu kommunalrechtlichen Aspekten eingeholt werden.
20-Millionen-Euro-Projekt
Geplant ist, das marode City-Parkhaus in Bahnhofsnähe abzureißen und am selben Standort einen neuen Gebäudekomplex zu errichten: ein Kinocenter mit sechs Sälen und 540 Sitzplätzen sowie ein dreistöckiges Parkhaus mit 379 Stellplätzen. Insgesamt würde das Projekt nach Angaben der Stadt und der Stadtwerke rund 20 Millionen Euro kosten.
160.000 Besucher sollen pro Jahr kommen
Friedbergs Bürgermeister Kjetil Dahlhaus verteidigte vorab die Dimensionen des Projekts. Grundlage sei eine Marktstudie, nach der rund 160.000 Besucher pro Jahr den Standort nutzen würden. Außerdem sei genau diese Größe wirtschaftlich besonders sinnvoll. Dahlhaus sagte, man habe professionell errechnen lassen, dass mit dieser Zahl an Plätzen und Kinosälen der größte Ertrag und die beste Nutzung zu erwarten seien.
Einzelhandel und Gastro könnten profitieren
Auch den Standort sei ein klarer Pluspunkt: Durch die Innenstadtnähe könne das Kino nicht nur selbst Besucher anziehen, sondern auch Einzelhandel und Gastronomie in der Umgebung beleben.
Kino wohl wieder im Aufwind
Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Kinomarktes verwies der Bürgermeister zudem darauf, dass es im ersten Halbjahr ein Wachstum von über 16 Prozent an Kinobesuchen gegeben habe. Der Einbruch aus der Corona-Zeit sei überwunden. Außerdem setzten viele Menschen wieder stärker auf gemeinsame Erlebnisse statt nur aufs Streaming zu Hause.