Ergebnis von Zählung - Rund 10.500 Stadttauben in Frankfurt
Die Frankfurter City ist auch bei Tauben beliebt. Das hat die erste Zählaktion der Tiere ergeben. Sorgen bereiten illegale Fütterungen, denn sie stören Versuche, die Population zu kontrollieren.
In Frankfurt leben rund 10.500 Stadttauben. Das hat eine Zählung ergeben, die die Stadt erstmals initiiert hatte, wie das Umweltdezernat mitteilte. Ziel sei gewesen, belastbare Erkenntnisse über die Anzahl und Verteilung der Stadttauben zu gewinnen.
Die meisten Tauben leben den Angaben zufolge in der Innenstadt (2.100), gefolgt vom Bahnhofsviertel (1.090) und Bockenheim (1.070). Frankfurts größter Tauben-Hotspot sei die Brücke über der Frankenallee in der Nähe der Galluswarte. Allein dort leben etwa 750 Tiere, wie das Dezernat mitteilte.
Ergebnisse wurden mit Dunkelziffer zusammengerechnet
Für die Auswertung wurden die erhobenen Zählwerte hochgerechnet. Dabei wurden neben den unmittelbar gezählten Tieren auch eine angenommene Dunkelziffer sowie Zählfehler berücksichtigt. "Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Stadttaubenmanagements und eine gezielte, tierschutzgerechte Ausrichtung künftiger Maßnahmen", teilte eine Sprecherin mit.
Freiwillige Helfer und Helferinnen waren bei der Zählaktion im September im Einsatz. Die Erhebung erfolgte in einem zugewiesenen Bereich zu mehreren Zeitpunkten über den Tag verteilt. Die Zählung soll nun alle zwei Jahre wiederholt werden.
Illegale Fütterung an Taubenhaus
Zugleich teilte die Stadt mit, dass rund 150 Kilogramm Taubenfutter am Alten Friedhof in Bockenheim sichergestellt worden seien. Dort habe es wiederholt illegale Fütterungen gegeben. "Seit Juli 2025 wurden dort insgesamt mehr als zwei Tonnen Taubenfutter außerhalb des Taubenhauses ausgestreut", heißt es in der Mitteilung.
In dem Taubenhaus stehe aber genug Futter zur Verfügung, versicherte Stadttaubenmanager Dominik Legrum. Die illegalen Fütterungen beeinträchtigten die Funktion des Taubenhauses, da dort Eier gegen Attrappen getauscht werden sollen, um die Population zu kontrollieren.