Knuffiger Star des Opel-Zoos - Nachwuchs bei den roten Pandas
Im Opel-Zoo in Kronberg gibt es Nachwuchs bei den Roten Pandas: Das Jungtier Chen ist seit diesem Monat erstmals für die Besucher zu sehen.
Im Juni diesen Jahres wurde im Opel-Zoo ein Rotes Panda-Baby geboren. Das kleine Männchen heißt Chen. Nachdem er die ersten Monate behütet von seiner Mutter Mai-Ling im Wurfkasten verbracht hatte, ist er jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt worden und macht das Gehege unsicher.
Schon viel gewachsen
Als Jungtiere sind Rote Pandas sehr klein und hell gefärbt; Augen und Ohren sind noch geschlossen, ähnlich wie bei Katzen- und Hundebabys. Mit seinen vier Monaten trägt Chen inzwischen das rötliche Fell, das für Rote Pandas typisch ist. Er ist aber noch deutlich kleiner als seine Eltern und wächst weiter.
Lernen und probieren
Für Klein-Chen heißt es jetzt lernen, was zum Leben als Roter Panda dazugehört. Er erkundet seine Umgebung und lernt von seiner Mutter: Er beobachtet sie und macht ihr Verhalten nach. Mai-Ling fungiert dabei als Lehrmeisterin. Sie schätzt sein Können ein und klettert, daran angepasst, nicht ganz so hoch mit ihm.
Chen scheint sehr schnell zu lernen, denn nach Angaben des Zoos ist er auch schon auf den höchsten Bäumen der Anlage unterwegs. Nasse Äste und Regen sind ihm bisher noch suspekt.
Bambus wird erst später zur Hauptnahrung
Obwohl Chen schon gelegentlich Bambus probiert, ist er noch auf Muttermilch angewiesen. Erwachsene Rote Pandas ernähren sich überwiegend von Bambus und anderen Pflanzenteilen. Allerdings gehören sie zu den Raubtieren, obwohl der Hauptteil ihrer Nahrung pflanzlich ist.
In den kühleren Jahreszeiten besser zu beobachten
Rote Pandas stammen ursprünglich aus dem Himalaya. Nach Angaben des Zoos sind die Tiere in den kühleren Monaten aktiver und deshalb im Winter oft besser zu beobachten als im Sommer. Ob Besucherinnen und Besucher Chen entdecken, hängt dennoch davon ab, wo er sich gerade aufhält und ob er ruht. Er schläft aber auch gern gut sichtbar auf Ästen.
Warum der Schutz der Art wichtig ist
Im Gespräch weist der Zoo auch auf die Bedrohung Roter Pandas in ihrem natürlichen Lebensraum hin. Wenn Wälder verloren gehen, finden die Tiere schwerer geeignete Lebensräume und mögliche Partner. Chen soll später im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms an einen anderen Zoo vermittelt werden.
Kaum Verwandte
Der Rote Panda ist trotz seines Namens nicht mit dem großen, schwarz-weißen Panda verwandt. Auch ein Bär ist er nicht. Im Tierreich hat er generell kaum nahe Verwandte, eine Besonderheit, die ihn von vielen anderen bekannten Zoo-Tieren unterscheidet.