Mit Insulin fast totgespritzt - Altenpfleger aus Bad Vilbel vor Gericht
Ein Altenpfleger muss sich wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung ab Dienstag (9.00 Uhr) im Frankfurter Landgericht verantworten.
Er soll von Juli bis September 2025 in einem Seniorenheim in Bad Vilbel (Wetteraukreis) sechsmal zum Teil stark dementen Bewohnern ohne medizinische Notwendigkeit Insulin gespritzt haben.
Spritzen brachten Bewohner in Lebensgefahr
Die Spritzen führte laut früheren Angaben der Staatsanwaltschaft bei den sämtlich über 80 Jahre alten Menschen zu einem Abfallen des Blutzuckers, ihr Zustand soll zum Teil lebensbedrohlich gewesen sein.
Zwei Mal rief der Pfleger nicht den Notruf
In vier Fällen soll der Deutsche nach der Gabe von Insulin selbst den Notruf gewählt haben, daher wirft ihm die Staatsanwaltschaft hier gefährliche Körperverletzung vor. In zwei weiteren Fällen, in denen er das nicht tat, steht neben der gefährlichen Körperverletzung auch der Vorwurf des versuchten Mordes im Raum.
Urteil soll im Dezember fallen
Der 39-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Nach der bisherigen Planung könnte die Schwurgerichtskammer im Dezember ihr Urteil verkünden.