Schulen in Darmstadt-Dieburg - Warum Holzmodule der "Gamechanger" sind
In den letzten Jahren wurden im Landkreis Darmstadt-Dieburg große Investitionen in die Schulinfrastruktur getätigt: Zwischen 2021 und 2025 flossen rund 341 Millionen Euro in insgesamt 83 Schulen. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt.
Diese Mittel verteilen sich auf den Schulbau (knapp 267 Millionen Euro), die IT-Ausstattung, das Mobiliar und die Instandhaltung. Der Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau und der Modernisierung der Gebäude, um zeitgemäße Bildungsbedingungen zu schaffen.
Steigende Schülerzahlen erfordern Handeln
Der stellvertretende Landrat und Schuldezernent Lutz Köhler betont im Gespräch mit HIT RADIO FFH die Notwendigkeit dieser Investitionen. Seit dem Schuljahr 2017/2018 sei die Schülerzahl um elf Prozent gestiegen, was zusätzliche Kapazitäten erfordert. Im November 2024 lag die Schülerzahl bei 33.694. Der demografische Wandel und gesetzliche Anforderungen, wie der Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab August 2026, erhöhten den Druck auf die Bildungsinfrastruktur. Der Landkreis stelle sicher, dass alle Schulen für den Ganztagsbetrieb gerüstet sind.
Innovative Bauweise mit Holzmodulen
Ein wesentlicher Bestandteil der Modernisierung ist demnach die Holzmodulbauweise. Diese Methode gilt als "Gamechanger", da sie wirtschaftlicher und flexibler als herkömmliche Bauweisen ist. Beispiele sind die neue Heuneburgschule in Fischbachtal und die CO2-neutrale Carlo-Mierendorff-Schule in Griesheim. Der Einsatz von Holzmodulen ermöglicht hochwertige Neubauten in kürzester Zeit und spart Kosten im Vergleich zu provisorischen Containerbauten.
Weitere Schulbauprojekte in Planung
Mehrere bedeutende Projekte wurden bereits umgesetzt oder stehen kurz vor der Fertigstellung. Dazu zählen Neubauten an der Schule im Angelgarten in Groß-Zimmern und der Eicheschule in Ober-Ramstadt. In Planung seien weitere Projekte, darunter die Landrat-Gruber-Schule in Dieburg und die Lessingschule in Erzhausen.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist Träger von 83 Schulen. Somit ist er verantwortlich für den Bau, die Ausstattung und die Unterhaltung der Einrichtungen und die Bereitstellung von Mobiliar und IT-Infrastruktur. Hinzu kommt die Schülerbeförderung, die auch der Landkreis unter anderem mit der „Betreuung Dadi gGmbH“ übernimmt. In Trägerschaft des Kreises befinden sich 51 Grundschulen, 4 verbundene Grund- und weiterführende Schulen, 16 weiterführende Schulen, 11 Förderschulen und ein berufliches Schulzentrum. Knapp 34.000 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schulen.
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