Das ist ihre fiese Masche - Aggressive Goldketten-Diebe in Südhessen
Ein kriminelles Duo hat in Bensheim-Auerbach (Kreis Bergstraße) zugeschlagen und es dabei gezielt auf Goldschmuck abgesehen. Mit einer fiesen Masche und teils brutaler Gewalt rissen die Täter ihrem Opfer die Kette direkt vom Hals.
In der Darmstädter Straße in Auerbach traf es eine 60-jährige Fußgängerin an einer Bushaltestelle. Ein Auto hielt neben ihr, und die Beifahrerin verwickelte sie laut Polizei zunächst in ein Gespräch.
Opfer in den Wagen gezogen
Dann eskalierte die Situation: Die Täterin schlang der Frau unvermittelt eine Art Kette um den Hals und zog sie daran in den Innenraum des Wagens. Dort riss sie der 60-Jährigen die echte Goldkette der Frau vom Hals. Die Frau erlitt bei dem Angriff leichte Blessuren, während das Duo mit der Beute flüchtete.
Kettentrick auch in Bischofsheim
Zu einem ähnlichen Vorfall kam es am Donnerstagabend (28.5.) in der Schulstraße in Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau. Hier fragten die Täter aus dem Auto heraus eine 66-jährige Autofahrerin nach dem Weg zu einem Krankenhaus.
Die Beifahrerin stieg aus, beugte sich in den Wagen der Seniorin und versuchte, ihr ein Armband anzulegen. Bei einer anschließenden Umarmung stahl sie den Angaben zufolge unbemerkt die Halskette der 66-Jährigen.
Täter flüchten im blauen BMW
Auch in der Jahnstraße in Groß-Gerau wurde ein Seniorenehepaar Opfer des sogenannten Kettentricks: Die Unbekannten suchten auf dem Gehweg den Körperkontakt und entwendeten beiden Fußgängern die Goldketten. Die Kriminellen sollen anschließend in einem hellblauen BMW mit Mainzer Kennzeichen davongefahren sein.
Polizei sucht nach Duo
Die Ermittler gehen zumindest von einem Zusammenhang der Taten in Bischofsheim und Groß-Gerau aus. Die Täterin soll hier etwa 30 bis 40 Jahre alt sein, ein Kopftuch sowie ein buntes Kleid getragen und mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben. Der Fahrer sei athletisch und trug ein weißes Hemd sowie eine Sonnenbrille.
Zeugensuche und Warnung
Zeugen, die die Vorfälle beobachtet haben, sollten sich bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim (Kommissariat 21/22) unter der Telefonnummer 06142/6960 melden. Gleichzeitig warnen die Beamten davor, fremde Personen zu nah an sich heranzulassen, und raten zu gesundem Misstrauen bei plötzlichen Umarmungen.