Terminausfälle und Wartezeiten - Neuer Streik trifft Telekom-Kunden
Enorme Wartezeiten bei der Telekom-Hotline und abgesagte Techniker-Termine: Die Gewerkschaft verdi hat die Mitarbeitenden der Telekom für heute wieder zum Warnstreik aufgerufen - unter anderem in Kassel, Lohfelden, Fulda, Wetzlar, Glauburg, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt.
Der Streik fällt in die entscheidende vierte Tarifverhandlungsrunde. Verhandelt wird heute und morgen (26. und 27. Mai) für die bundesweit rund 70.000 Tarifbeschäftigten. Für sie fordert die Gewerkschaft unter anderem eine Lohnerhöhung um 6,6 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.
Kritik am bisherigen Angebot der Arbeitgeber
Ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland kritisierte das bisherige Angebot der Telekom als „vage und unvollständig“. Die Arbeitgeberseite müsse ein akzeptables Angebot vorlegen, um stärkere Konflikte zu vermeiden. Laut Ver.di-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert sei der Unmut bei den Beschäftigten groß, da die Unternehmenserfolge nicht ausreichend in der Tarifrunde anerkannt würden.
Starke Beteiligung und Auswirkungen des Streiks
In den vergangenen Wochen haben sich laut verdi bereits über 10.000 Telekom-Beschäftigte an Demonstrationen in 12 Städten beteiligt. Röckert beschreibt die Streikmaßnahmen als wirkungsvoll, da es zu langen Wartezeiten im Kundenservice und abgesagten Techniker-Terminen kam. Einzelne T-Shops mussten zudem geschlossen werden. Ver.di und die Deutsche Telekom führen die Tarifverhandlungen gemeinsam für 20 tarifgebundene Konzernunternehmen fort.
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