Garagen sind für Autos da - Oestrich-Winkel will kein Gerümpel mehr
Wer in Oestrich-Winkel einen Parkplatz sucht, kennt das Gefühl: endloses Kreisen durch die Straßen, kein freier Platz in Sicht. Jetzt will die Stadt mit einer ungewöhnlichen Idee gegensteuern - und setzt dabei auf bunte Plakate.
Das Problem: Viele Haushalte haben eine eigene Garage - nutzen sie aber lieber als Abstellkammer. Mit einer Plakataktion will die Stadt Oestrich-Winkel jetzt spielerisch darauf hinweisen, dass die Garage eigentlich fürs Auto gedacht ist.
Illustrierte Plakate mit klarer Botschaft
Die Plakate setzen auf Illustrationen und sollen Anwohnerinnen und Anwohner auf lockere Art daran erinnern, ihr Fahrzeug in der eigenen Garage abzustellen - statt dauerhaft auf der Straße. Bürgermeister Carsten Sinß macht auch den persönlichen Nutzen deutlich: „Es lohnt sich, das Auto so oft es geht in der Garage abzustellen. Sicherheit und Bequemlichkeit werden dadurch verbessert, schädliche Umwelteinflüsse reduziert."
Gut fürs Auto - und für den Geldbeutel
Wer sein Auto in der Garage parkt, schützt es vor Vandalismus, Diebstahl und Wetterschäden wie Hagel. Viele Kfz-Versicherer belohnen das mit günstigeren Tarifen. Außerdem entfällt im Winter das lästige Kratzen - und im Sommer muss niemand in einen überhitzten Wagen einsteigen.
Mehr Platz für Kinder, Ältere und Weintouristen
Wenn mehr Anwohner ihre Garagen tatsächlich nutzen, wird wertvoller öffentlicher Parkraum frei - für Besucher der Weinregion, für Kunden der örtlichen Geschäfte und besonders für vulnerable Gruppen wie Kinder und ältere Menschen. Sinß sieht darin einen wichtigen Beitrag für die gesamte Gemeinde: Er bedanke sich schon jetzt bei allen, die die Aktion zum Umdenken anregen könne.
Nicht alle überzeugt
Nicht alle in Oestrich-Winkel teilen die Begeisterung. Eine Anwohnerin sagt zu FFH: Die Stadt habe größere Probleme als das Garagenparken. Die Plakate sollen in Kürze im gesamten Stadtgebiet zu sehen sein.