Niedrigwasser am Rhein - Jahrealter Müll kommt zum Vorschein
Niedrigwasser im Rhein legt Müll frei, der teils Jahrzehnte im Fluss lag. Was Freiwillige bei Aufräumaktionen jetzt alles entdecken.
Die niedrigen Pegelstände am Rhein bringen Müllbestände zum Vorschein, die teils über Jahrzehnte im Wasser lagen. Mit dem extremen Niedrigwasser kämen aktuell vor allem sehr große Gegenstände an die Oberfläche, sagte Mirjam Schenke von der Organisation "RhineCleanUp" der Deutschen Presse-Agentur.
"RhineCleanUp" organisiert nach eigener Angabe seit 2018 Müllsammel- und Aufräumaktionen an den Ufern von Flüssen. Aktuell würden Partnerorganisationen und einzelne Gruppen der Initiative in den vom Niedrigwasser freigelegten Flussböden Müll sammeln, berichtete Schenke.
In den vom Niedrigwasser freigelegten Bereichen zeigten sich demnach etwa E-Scooter, Fahrräder oder Reifen der unterschiedlichsten Fahrzeugkategorien, vom Fahrrad bis zum Lastwagen. Auch Schiffstaue und Metallschrott seien gefunden worden. "Bei einem normalen zweistündigen CleanUp sammelt man durchschnittlich bis zu 200 Kilo", so Schenke. Eine Partnerorganisation habe in Düsseldorf im Vergleich am vergangenen Samstag über 1,5 Tonnen Müll aus dem Flussbett entfernt.
Aufräumtag am 12. September
"RhineCleanUp" stecke momentan mitten in den Vorbereitungen für den bundesweiten Aufräumtag am 12. September, eine deutschlandweite Sondersammelaktion aufgrund des Niedrigwassers werde es deshalb wohl nicht geben. "Wobei wir leider davon ausgehen, dass an unserem Aktionstag der Pegelstand immer noch niedrig sein wird, schaut man sich die Wetterprognose an", sagt Schenke.