Wiesbadener Videoschutzanhänger - Darum will die Stadt mehr Überwachung
Der Luisenplatz in Wiesbaden wird ab sofort schärfer in den Blick genommen: Polizei und Stadt setzen dort nun drei mobile Videoschutzanhänger ein. Die Überwachung soll das Sicherheitsgefühl im Stadtzentrum stärken.
Grund für die Maßnahme ist laut Polizei ein spürbarer Anstieg der Kriminalität im öffentlichen Raum rund um den Wiesbadener Platz. Im Jahr 2024 wurden 68 Straftaten verzeichnet, im Jahr 2025 stieg die Zahl auf 73 Fälle.
Mehr Gewaltdelikte registriert
Einen großen Anteil nehmen dabei sogenannte Rohheitsdelikte ein, heißt es von der Polizei. Fast die Hälfte der zuletzt erfassten Fälle entfiel den Angaben zufolge auf diesen Bereich. Auch der Drogenhandel bereiten der Stadt zunehmend Sorgen.
Kameras auf Rädern
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurden nun drei mobile Videoschutzanhänger auf dem Luisenplatz in Stellung gebracht. Der Einsatz ist laut Polizei zunächst für zwei Monate geplant. Bereits im Jahr 2025 war am Luisenplatz zeitweise ein mobiler Videoschutzanhänger im Einsatz, daran wird nun angeknüpft.
Die Technik steht dabei nicht für sich allein. Sie ist laut Polizeipräsidium Westhessen Teil des Konzepts "Sicheres Wiesbaden". Neben den Kameras setzen die Behörden auf Präsenz von Einsatzkräften, gezielte Kontrollen und Präventionsangebote.
Abschreckung und Aufklärung
Der sichtbare Einsatz der Videoanhänger soll potenzielle Täter abschrecken und das Entdeckungsrisiko erhöhen. Sollte es dennoch zu Straftaten kommen, sollen die aufgezeichneten Bilder den Ermittlern künftig dabei helfen, die Vorfälle schneller aufzuklären.