Eintracht Frankfurt - Trainersuche «auf der Zielgeraden»
Wer wird neuer Coach bei Eintracht Frankfurt? Namen wie Marco Rose und Alexander Blessin oder auch Jakob Neestrup kursieren. Bald soll die Entscheidung verkündet werden.
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt steht kurz vor der Verpflichtung eines neuen Trainers. Man sei "auf der Zielgeraden der Verständigung", sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann auf der Mitgliederversammlung der Eintracht. Man werde "in Kürze den neuen Trainer vorstellen".
Mehrere Kandidaten werden gehandelt
Die Eintracht hatte sich vor gut einer Woche von Coach Dino Toppmöller getrennt und damit auf die sportliche Krise reagiert. Vor allem das Ziel erneute Europapokal-Qualifikation ist als Tabellenachter gefährdet. Als Kandidaten für die Nachfolge von Toppmöller werden unter anderem der frühere Dortmunder und Leipziger Trainer Marco Rose sowie St. Paulis Coach Alexander Blessin gehandelt. Auch Jakob Neestrup vom FC Kopenhagen wird als möglicher Kandidat genannt.
Am Rande des DFL-Neujahrsempfang im Frankfurter Palmengarten hatten Verantwortliche von RB Leipzig, wo Marco Rose derzeit noch unter Vertrag steht, auf FFH-Nachfrage signalisiert, dass eine Freigabe von ihrer Seite kein Problem sei.
Im sportlich unbedeutenden Champions-League-Spiel zu Hause gegen Tottenham Hotspur am Mittwoch (21.00 Uhr) wird wie schon zuletzt das Interimsduo Dennis Schmitt und Alexander Meier das Team betreuen. Schon vor dem letzten Spieltag steht fest, dass die Eintracht die K.-o.-Phase nicht mehr erreichen kann.
Hellmann selbstkritisch: "Kader falsch eingeschätzt"
Es habe am Ende der Amtszeit von Toppmöller die Überzeugung in den 45-Jährigen gefehlt, äußerte Hellmann und bemerkte selbstkritisch: "Ich glaube, wir haben an der einen oder anderen Stelle und Position den Kader falsch eingeschätzt, und wir müssen feststellen, die eine oder andere Personalie hat schlichtweg nicht funktioniert", sagte Hellmann.
“Club vom Pech verfolgt”, meint Hellmann
Zudem sei der Club in dieser Saison auch vom Pech verfolgt gewesen, betonte der 54-Jährige - zum einen bei Verletzungen, zum anderen bei den Auslosungen in der Champions League und im DFB-Pokal. Dort waren die Frankfurter in der zweiten Runde im Elfmeterschießen unglücklich an Borussia Dortmund gescheitert. "Aber darauf will ich es nicht schieben", sagte Hellmann über die Krise.
Fanausschreitungen ebenfalls Thema
Auch das Thema Fans nahm einen großen Teil des Abends ein. Die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt haben dabei die eigenen Anhänger nach wiederholten Ausschreitungen und Pyrotechnik-Vorfällen gerügt. "Wenn etwas die Hand verlässt - ob brennend oder nicht - und in den Innenraum oder auf andere Menschen geworfen oder geschossen wird und diese dadurch gefährdet, kann das nicht geduldet werden", sagte Präsident Mathias Beck auf der Mitgliederversammlung.
Eintracht-Bosse mit Fan-Kritik
Dieses Fehlverhalten schwäche den Verein, erklärte Vorstandssprecher Axel Hellmann. "Weil wir einfach ein Club sind, der nur stark ist in dieser Verbindung." Nach fünf Auswärtsausschlüssen in sieben Spielzeiten müsse der Club "an Stellschrauben drehen, die die Risiken reduzieren, dass sich das fortsetzt", äußerte Hellmann.
Die mit Spannung erwartete Wahl für den Verwaltungsrat endete mit einem “blauen Auge” aus Vereinssicht. Die neugewählten Mitglieder können in Zukunft nur auf den Vorschlag für einen Präsidentenkandidaten Einfluss nehmen. Amtsinhaber Beck kündigte bereits bei den anstehenden Wahlen im nächsten Jahr wieder kandidieren zu wollen. Beck hatte zuvor bereits verkündet, dass die Eintracht nun 160.000 Mitglieder hat.