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Lilien wollen Konsequenzen nach verpasstem Aufstieg ziehen

Nach verpasstem Aufstieg - Lilien wollen Konsequenzen ziehen

SV Darmstadt 98
© Uwe Anspach/dpa

Darmstadt 98 will in der 2. Liga oben dran bleiben. (Archivbild)

Wie geht Darmstadt 98 mit der wilden vergangenen Saison um? Der neue Clubchef erinnert an einen Daueranspruch - und mahnt.

Clubpräsident Markus Pfitzner gibt dem SV Darmstadt 98 nach der abgelaufenen Spielzeit in der 2. Fußball-Bundesliga die Gesamtnote "gut". "Trotzdem gilt es jetzt zu schauen, welche Dinge am Ende verrutscht sind und da die nötigen Konsequenzen für die nächste Saison zu ziehen", sagte der 57-Jährige in einem "Kicker"-Interview.

Die Lilien hatten lange um den Aufstieg ins Oberhaus mitgespielt und belegten am Ende den fünften Tabellenplatz. "Drei Viertel der Saison ging es fast ausschließlich nach oben, und zuletzt - so ehrlich muss man sein - sind wir leistungstechnisch ein ganzes Stückchen nach unten gerauscht", sagte Pfitzner.

Veränderungen im Sommer

Es sei jetzt nicht der Moment, um Ansprüche für die nächste Runde zu formulieren. "Wir stehen vor einem Transfersommer, der Veränderungen bringen wird - wohl nicht im Stile eines Umbruchs, aber auch nicht nur in Nuancen", erklärte der gebürtige Darmstädter und Nachfolger des langjährigen Clubchefs Rüdiger Fritsch. "Natürlich haben wir den Anspruch, dass wir uns konsequent entwickeln. Wir wollen den Spielstil von (Trainer) Florian Kohfeldtweiterverfolgen."

Pfitzner sagte aber auch, dass im Leitbild des Vereins stehe, "dass wir auf Dauer die Top 20 im deutschen Profifußball herausfordern wollen. Und das tun wir. Ich weiß nicht, ob wir größer werden, wenn wir immer vollmundige Ansprüche thematisieren." 

Wie sieht es finanziell aus?

Die Darmstädter sehen die Chance, auch in diesem Jahr doch noch eine schwarze Null zu erwirtschaften. "Die Transfererlöse sollen nicht dazu dienen, irgendwelche Löcher zu stopfen, sondern dafür zu sorgen, dass die nächste Mannschaft auch Potenzial hat, wenn es Abgänge gibt", sagte Pfitzner. 

"Aber klar ist, dass wir auch in Zukunft gut daran tun, uns ein gewisses Polster anzufuttern und nicht alles eins zu eins in den Sport zu reinvestieren, zumal wir zum Beispiel auch weiterhin die Kredite aus dem Stadionumbau zu bedienen haben", so der Vereinsboss.

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