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Eintracht Frauen müssen Miniturnier unbedingt gewinnen

Mini-Turnier - Für Eintracht-Frauen zählt nur der Sieg

Niko Arnautis
© Heiko Becker/dpa

Hofft auf den Sprung in die Königsklasse: Eintracht-Coach Niko Arnautis. (Archivbild)

Frankfurts Fußballerinnen starten in die Qualifikation zur Champions League. Welche Hürden der Sprung in die Königsklasse birgt und warum Laura Freigang trotz des Wirbels um sie Kapitänin bleibt.

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt starten als erster und einziger Bundesligist schon in dieser Woche in ihre Pflichtspiel-Saison - unter mächtigem Druck. Beim Miniturnier der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation im heimischen Stadion am Brentanobad zählt für die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis nur der Sieg. Denn allein dieser garantiert das Weiterkommen in die dritte und letzte Phase vor dem Einzug in die Königsklasse. Dabei steckt das Team mitten im Umbruch.

"Wir wollen uns auf internationaler Ebene etablieren" - diese Devise hatte Sportdirektorin Babett Peter als Ziel ausgegeben. Zum fünften Mal hintereinander haben sich die Frankfurterinnen als Liga-Dritte der vergangenen Saison ein Ticket für den europäischen Wettbewerb erspielt. Dabei ist es ihnen nur einmal (2023/24) gelungen, in die Gruppenphase der Champions League vorzudringen. Um ihre Chancen darauf und die damit verbundenen wirtschaftlichen Erträge zu erhöhen, hatte sich die Eintracht zum wiederholten Male die Ausrichtung des Miniturniers gesichert, wie Peter sagte. 

Valerenga oder Malmö mögliche Finalgegner

Als erste Aufgabe steht den Eintracht-Frauen an diesem Mittwoch (19.00 Uhr) das Halbfinale gegen den AC Omonia Nicosia aus Zypern bevor, der seine Premiere auf dieser Ebene feiert. "Es ist nicht so einfach, an Material des Teams heranzukommen", sagt Arnautis. "Aber am Ende geht es darum, was wir selbst auf dem Feld machen." Sollten die Gastgeberinnen diese Hürde überwinden, träfen sie im Finale am Samstag (19.00 Uhr) auf den Sieger des Duells zwischen Valerenga IF aus Norwegen und Malmö FF aus Schweden.

"Wir sind noch mitten in der Vorbereitung und sind sicher noch nicht fertig", betont Arnautis. Die Liga-Saison beginnt erst am 21. August. "Aber wir sollten so weit sein, um diese Spiele zu gewinnen."

Senß, Anyomi und Reuteler weg

Wie schon 2025 hat die Eintracht auch in diesem Sommer einen starken Umbruch erlebt. Zehn Spielerinnen haben den Verein verlassen, darunter Leistungsträgerinnen wie die deutschen Nationalspielerinnen Nicole Anyomi (London City), Elisa Senß (Real Madrid) und die Schweizerin Géraldine Reuteler (Arsenal FC). 

Demgegenüber stehen erst fünf Neuzugänge: Bundesliga-Torschützenkönigin Larissa Mühlhaus (zuvor Werder Bremen), die elfmalige DFB-Auswahlspielerin Paulina Krumbiegel (Juventus Turin), die Niederländerin Danique Tolhoek, die Australierin Jamilla Rankin und die Schwedin Hanna Bennison. "Wir schauen uns weiter auf dem Markt um", sagt Arnautis. "Aber ein Transfer muss auch sinnvoll sein."

Hängepartie um Laura Freigang

Einstweilen muss der 46-Jährige mit den Spielerinnen auskommen, die ihm zur Verfügung stehen. Darin sieht der dienstälteste Trainer der Bundesliga kein Problem. Doch wenn die Eintracht in den nächsten Monaten in drei Wettbewerben spielen sollte, brauche der Kader mehr Tiefe. Zumal weiterhin eine mögliche Sperre von Laura Freigang nach drei verpassten Dopingtests im Raum steht. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ermittelt schon seit Anfang Juni gegen die Nationalstürmerin.

Die 28-Jährige bleibt jedenfalls Kapitänin bei der Eintracht. "Sie geht gut mit der Situation um, und wir sitzen nicht als Team jeden Morgen im Sitzkreis zusammen und reden über das Thema", sagte Arnautis bei der Abschlusspressekonferenz. "Wenn wir nicht jeden Tag daran erinnert werden würden, hätten wir es schon vergessen." 

Laura Freigang
© Heiko Becker/dpa

Bleibt Kapitänin bei der Eintracht: Laura Freigang. (Archivbild)

Sollte es nicht für einen Finalsieg beim Miniturnier reichen, könnten die Frankfurterinnen als Zweit- oder Drittplatzierte in den Europa Cup einziehen. Dort waren sie bei der Premiere in der vergangenen Saison im Halbfinale gegen den späteren Pokal-Sieger BK Häcken ausgeschieden. Der FC Bayern ist als Meister automatisch in der Ligaphase der Champions League dabei, Vize VfL Wolfsburg steigt erst Ende August in der letzten Quali-Phase ein.

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