Turbulenter DEL- und DEL2-Start - Löwen furios, Huskies top, Nauheim knapp
5:0-Gala, dann 3:4-Krimi: Die Löwen Frankfurt starten mit vier Punkten furios in die neue DEL-Saison. Die Kassel Huskies sind mit voller Punkteausbeute in die DEL2 gestartet. Der EC Bad Nauheim konnte sich nach einem Shootout-Sieg gegen die Blue Devils Weiden ihre ersten zwei Punkte sichern.
Vor 5.100 Zuschauern in Schwenningen ließen die Löwen Frankfurt zum Saisonauftakt keinen Zweifel aufkommen: 5:0 hieß es am Ende gegen die Schwenninger Wild Wings. Wedman und Uba trafen jeweils doppelt, dazu war Pfaffengut mit einem Shorthander erfolgreich. Torhüter Scheel feierte in seinem allerersten DEL-Spiel gleich einen Shutout mit 28 Paraden - „Just awesome“, kommentierte er kurz und knapp sein Debüt.
Zitterpartie in Köln
Mit breiter Brust reisten die Löwen als Tabellenführer zum zweiten Spieltag zu den Kölner Haien. Die Gastgeber legten vor 16.217 Zuschauern früh vor und gingen zweimal in Führung, doch die Frankfurter bissen sich zurück: Romano verkürzte im Powerplay zum 3:2, und nur elf Sekunden vor Schluss glich Uba mit seinem zweiten Treffer des Abends zum umjubelten 3:3 aus. In der Verlängerung entschied dann Kemiläinen die Partie zugunsten der Haie zum 4:3. Trotz der knappen Niederlage überwog bei den Löwen der positive Blick nach vorn: „Wir haben Charakter bewiesen und können stolz auf uns sein; man sieht: Es wächst etwas zusammen in der Kabine“, resümierte Daniel Pfaffengut.
Kassel Huskies: Fulminanter 7:3-Auftakt in Dresden
Die Kassel Huskies eröffneten die Saison mit einem klaren 7:3-Auswärtssieg bei den Dresdner Eislöwen. Wilkie und Keck brachten die Nordhessen früh mit 2:0 in Front, im Mittelabschnitt legten Garlent-Assists und Treffer von O'Donnell sowie Martinovic bis auf 4:0 nach. Dresden kämpfte sich zwar über einen Torhüterwechsel bis auf zwei Tore heran, im Schlussdrittel machten aber White, Weidner und Mieszkowski mit weiteren Treffern alles klar. Mann des Abends war Garlent, der gleich fünf Scorerpunkte beisteuerte.
4:3-Krimi im ersten Heimspiel
Auch im ersten Heimspiel der Saison behielten die Huskies die Oberhand: Gegen die Starbulls Rosenheim siegten sie mit 4:3. In Überzahl brachte White die Scheibe per Querpass vor das Tor, wo Garlent zum 1:0 einschob. Im Mitteldrittel legten die Huskies mit einem weiteren Powerplay-Treffer von Garlent sowie einem Doppelpack von Mieszkowski auf 4:0 vor. Rosenheim kämpfte sich noch einmal heran, am Ende stand ein 4:3-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
EC Bad Nauheim: Knappe Auftakt-Niederlage in Freiburg
Der EC Bad Nauheim verlor bei den Freiburger Wölfen mit 3:4 (1:2, 2:2, 0:0), obwohl Kornelli sie nach nur 84 Sekunden in Front gebracht hatte. Am Ende drehte Doppeltorschütze Linsenmaier die Partie zugunsten der Wölfe. „Am Ende war es ein knappes Spiel, Glückwunsch an die Freiburger“, so Trainer Kevin Gaudet.
Shootout-Sieg nach 0:3-Rückstand
Am Sonntag folgte die Wiedergutmachung: Nach einem 0:3-Rückstand nach dem ersten Drittel gegen die Blue Devils Weiden glichen die Kurstädter im Schlussabschnitt binnen 56 Sekunden durch Volek und erneut Kornelli zum 3:3 aus. Im Penaltyschießen verwandelte Marcinew zum umjubelten 4:3-Sieg. „Wir haben große Moral gezeigt“, so Gaudet.