Darmstadt 98 verlässt Abstiegsplatz nach 3:1 gegen Cottbus
Lilien verlassen Abstiegsplatz - Darmstadt 98 mit 3:1-Erfolg gegen Cottbus
Das ist ein ganz wichtiger Dreier im Tabellenkeller! Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hat das erste Duell überhaupt gegen Aufsteiger Energie Cottbus mit 3:1 gewonnen. Die Südhessen gewinnen damit das zweite Heimspiel in Folge und verlassen im ersten Spiel nach der Länderspielpause zumindest über Nacht die Abstiegsplätze, sind jetzt auf Rang 13.
Vor 17.333 Zuschauern am Böllenfalltor brachte Justin Butler (4.) zunächst die Gäste aus Brandenburg früh in Führung. In der 36. Minute glich Noah Weishaupt für die Darmstädter aus. Aleksandar Vukotic brachte die Lilien per Kopfballtor zum 2:1-Treffer (77.). Yannik Lührs erhöhte kurz vor Schluss auf 3:1 (88.).
Startelf-Premiere für Mikelbrencis
Nach der dreiwöchigen Länderspielpause inklusive Lilien-Trip in die USA wechselte Trainer Florian Kohfeldt im Vergleich zur 1:5-Pleite in Wolfsburg zweimal in der Startaufstellung: Richter und Mikelbrencis (Startelfpremiere) begannen anstelle von Sickinger (Wade) und Lannert (krank, fehlte erstmals diese Saison).
Früher Schock durch Gäste-Führung
Nach nur vier Minuten wurden die Lilien das erste Mal überrumpelt: Der Cottbuser Manu schlug die Kugel von der eigenen Sechzehnerkante nach vorn über die letzte Darmstädter Kette hinweg. Vukotic verschätzte sich, also lief Butler allein auf Keeper Schuhen zu und überwand ihn mit einem Schuss aus gut 16 Metern ins untere rechte Eck. Nur zwei Minuten später eine gute Reaktion der Südhessen, aber Richter schoss mit viel Platz rechts im Strafraum weit über das gegnerische Tor.
Cottbus besser in den Abschlüssen
Der Aufsteiger hielt weiterhin gut mit, doch die nächste Chance hatten die Hausherren: Nachdem Smit eine Flanke von rechts verpasst hatte, jagte Lee die Kugel aber weit über das FCE-Tor (14.). Auf der anderen Seite klingelte es beinahe zum 0:2: Butler legte von links im Lilien-Sechzehner in die Mitte - dort zog Cigerci im Rücken von Verteidiger Pfeiffer ab, schoss aber knapp rechts daneben (16.). Wenig später rettete Schuhen mit einer klasse Reaktion einen Butler-Kopfball aus kurzer Distanz (20.).
Lilien gleichen vor der Pause aus
Darmstadt meldete sich zwar auch weiter offensiv, aber zunächst zu ungefährlich: Richter schoss nach Weißhaupt-Flanke über das Tor (25.), Lee verstolperte die Kugel nach Ablage von Smit und brachte sie nicht auf den Kasten (26.). Zehn Minuten später klappte es dann doch: Lee startete rechts in die Tiefe, ließ die Mitspieler nachrücken und gab in die Mitte - aus gut zwölf Metern schoss Weißhaupt den Ball mit über 103 km/h in die Maschen. So ging es ausgeglichen in die Pause, auch wenn die Gäste die etwas besseren Chancen im ersten Durchgang hatten.
Halbzeit zwei beginnt ruhig und regnerisch
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wich die Sonne Regenschauern. Das Spiel blieb weiter hitzig und ausgeglichen, die Chancenqualität war aber unzureichend - unter anderem aus mehreren Ecken erzeugten die Lilien keine Gefahr. Auf der anderen Seite wurde Schuhen mehrfach geprüft. Richter schoss nach einem Vorstoß von Weißhaupt über die rechte Seite aus der Zentrale über das Cottbusser Tor (68.). Zu Beginn der wieder sonnigen Schlussviertelstunde dann eine Lilien-Doppelchance: Duijvestin (75.) und Weißhaupt (76.) scheiterten an Torwart Marcel Lotka.
Vukotic und Lührs machen Heimsieg klar
Direkt in Anschluss klappt es dann doch mit der Eckenverwertung: Innenverteidiger-Riese Vukotic nickte einen Standard von rechts aus knapp acht Metern am zweiten Pfosten ein (77.) - die Lilien feierten den Treffer direkt vor der Südkurve. Die Südhessen machten weiter Druck: Klefischs Abschluss ging jedoch knapp über das Tor (83.). Auf dem Rasen schien die Sonne dann endgültig in der 88. Minute, als Joker Lührs nach Vorlage von Petretta aus knapp 15 Metern Tordistanz auf 3:1 erhöhte - sein erster Zweitliga-Treffer. Nach Abpfiff fallen am Bölle dann so einige Steine vom Lilien-Herz…
Lilien nächstes Wochenende beim KSC
Für die Südhessen geht es nächsten Sonntag (18.10) im Karlsruher Wildpark weiter, ehe vor dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen Erstliga-Aufsteiger Elversberg noch der Absteiger FC St. Pauli ans Bölle kommt.