SGE-Frauen vor dem Topspiel - Trainer Arnautis fordert volle Energie
Die Länderspielpause ist vorbei, jetzt wartet gleich der nächste Härtetest: Eintracht Frankfurts Frauen müssen am Samstag auswärts bei Bayer 04 Leverkusen ran - einem Team, das in der Tabelle nur einen Punkt dahinter lauert.
Cheftrainer Niko Arnautis zeigte sich bei der Medienrunde vor dem Spiel zuversichtlich, warnte aber gleichzeitig eindringlich vor der Qualität des Gegners.
Kader wieder komplett - erstes Training nach der Pause
Nach der Rückkehr der Nationalspielerinnen stand das Team am Mittwoch erstmals wieder gemeinsam auf dem Platz. Arnautis sprach von einem bewusst ruhigen Einstieg mit Technik- und ersten taktischen Übungen.
Für ihn gehört die Zerstreuung des Kaders durch Länderspiele mittlerweile zum Alltag: Für die Eintracht sei es inzwischen eine gewisse Normalität, da man das in den letzten Jahren häufig gehabt habe.
Eine kleine Personalsorge gibt es bei Hayley Raso, die nach einem Schlag auf den Oberschenkel am Mittwoch nicht voll mittrainierte - Arnautis gab aber Entwarnung und sprach von einem unproblematischen Fall, der sich im Training am Donnerstag klären soll.
Laura Freigangs Tränen: Kein Grund zur Sorge
Für Gesprächsstoff sorgten emotionale Bilder von Stürmerin Laura Freigang während der Länderspielpause. Arnautis, der eigenen Angaben zufolge bereits während des Lehrgangs mit ihr telefoniert hatte, stellte klar: Es gebe keine anderen Gründe als sportliche Emotionen.
Er erlebte die 28-Jährige im Training durchweg positiv und ordnete die Tränen als normalen Teil des Spitzensports ein - manchmal seien es eben Freudentränen, manchmal Enttäuschung, aber insgesamt gehe es Freigang sehr gut und es gebe "keinen Grund zur Sorge".
Zur viel diskutierten Positionsfrage bei der Nationalmannschaft, wo Bundestrainer Christian Wück Freigang teils anders einsetzt als beim Verein, betonte Arnautis, der Austausch mit dem DFB-Trainerstab sei von Anfang an gut gewesen und es handle sich nicht um ein reines Positionsthema, sondern um eine Entscheidungsfrage des Bundestrainers, die man respektieren müsse.
Gegner Leverkusen: "Sehr ernstzunehmend"
Auf die Frage nach dem bevorstehenden Gegner wurde Arnautis deutlich: Leverkusen sei in den vergangenen Jahren zu einem sehr ernstzunehmenden Gegner mit hoher Qualität geworden, der es durch seine intensive Spielweise jedem Team schwer mache.
Er rechnet mit hitzigen Duellen, viel Laufbereitschaft und einem aggressiven, aber qualitativ hochwertigen Spiel. Nicht zuletzt gehe es für beide Teams auch um die internationalen Plätze in der Liga, was die Brisanz der Partie zusätzlich erhöhe.
Tor-Frage geklärt: Altenburg zwischen den Pfosten
Die Frage wer am Samstag im Tor steht beantwortete Trainer Arnautis ausnahmsweise schon in der Pressekonferenz: Lina Altenburg bekam von ihrem Trainer die Startelf Garantie.
Ziel: Maximale Energie für die Fans
Zum Abschluss der Pressekonferenz formulierte Arnautis das Ziel für Samstag klar: Das Team wolle maximale Energie zeigen - notwendig gegen einen so starken Gegner, zumal die Qualität in der Bundesliga insgesamt gestiegen sei. Man wolle den mitgereisten Fans ein gutes, kämpferisches Spiel bieten und im Idealfall auch gewinnen.
Das Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen ist für Samstag angesetzt.