Gastspiel beim Karlsruher SC - Darmstadt 98 will Auswärtsfluch brechen
Mit Heimsieg gegen Energie Cottbus hat sich Darmstadt 98 zuletzt ein Stück Luft verschafft. Am Sonntag soll in der 2. Fußball-Bundesliga das nächste Erfolgserlebnis folgen - doch auswärts sind die Lilien seit knapp einem Jahr sieglos.
Ab 13:30 ist das Team von Trainer Florian Kohfeldt beim Karlsruher SC gefordert. Die Badener liegen aktuell auf einem Abstiegsplatz und sin dseit fünf Spielen sieglos. Darmstdt steht als 14. der Tabelle immherin etwas besser da.
Keine Rede von einem Schicksalsspiel
Trainer Kohfeldt mag die Partie trotzdem nicht zum Schicksalsspiel hochstilisieren. Auf die Frage, ob es ein richtungsweisendes Spiel sei, sagte er knapp: "Das wäre, glaube ich, ziemlich großer Quatsch." Wichtiger sei ihm, dass die Mannschaft zuletzt zwei ihrer letzten drei Spiele gewonnen habe, zuletzt eben das Heimspiel gegen Cottbus, und sich dabei auch fußballerisch weiterentwickle.
Respekt vor einem gewandelten KSC
Vor dem Gegner warnte Kohfeldt trotz dessen Negativserie ausdrücklich. Karlsruhe verfüge über hohe individuelle Qualität und habe sein Spiel spürbar umgestellt: mehr Pressing und Umschaltmomente statt des spielerischen Ansatzes früherer Jahre. Trotz des schwachen KSC-Saisonstart gelte laut Kohfeldt: "Das lässt mich nicht blenden, dass da eine wirklich gute Zweitligamannschaft auf dem Platz steht."
Rückendeckung für Vukotic
Innenverteidiger Alexander Vukotic, der zuletzt einige Fehler zeigte, bekommt von seinem Trainer klaren Rückhalt. Kohfeldt führte dazu ein kurzes, aber eindeutiges Gespräch mit dem Abwehrspieler. Seine Botschaft: "Du hast mein Vertrauen." Vukotic solle sich einfach auf seine Leistung konzentrieren, statt sich Gedanken über seinen Platz in der Startelf zu machen.
Auswärtsfluch als Ansporn
Und die miserable Auswärtsserie der letzten Monate? Innerhalb des Teams sei das kein belastendes Thema, so Kohfeldt - man habe mit dem Teampsychologen und den Spielern bewusst entschieden, die Serie nicht überzubewerten. Stattdessen diene sie als Antrieb, diese Frage vor Auswärtsspielen bald nicht mehr beantworten zu müssen.
Personal und Service
Personell müssen die Lilien weiter auf die Langzeitverletzten Marseiler, Nürnberger und Papela verzichten. Bei Letzterm gibt es aber positive Signale: Er absolvierte zuletzt wieder Teile des Mannschaftstrainings. Carlo Sickinger fällt mit Wadenproblemen aus. Rund 1.750 Lilien-Fans werden in Karlsruhe erwartet.