SGE-Trainer Hütter vor BVB - Von Can Uzun muss mehr kommen
Topspiel, Hochspannung, eine heiße Personalie: Eintracht Frankfurt gastiert am Samstagabend bei Borussia Dortmund - und Trainer Adi Hütter nimmt vor dem Flutlichtspiel vor allem einen Spieler ganz genau unter die Lupe: Can Uzun.
Bei der Pressekonferenz am Freitagmittag im Frankfurter Proficamp blickte Hütter voraus auf das Gastspiel in Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr). Die Frankfurter Bilanz bei Spitzenteams wie Dortmund fällt zuletzt mager aus.
Schwere Auswärtsbilanz gegen Topteams
Dortmund gehöre "zu den Top-Mannschaften in Deutschland", die zuletzt acht- oder neunmal in den letzten zehn Jahren in der Champions League vertreten waren. Trotzdem beginne "jedes Spiel von Neuem" - Hütter will seine Mannschaft dort anknüpfen lassen, wo sie beim jüngsten 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln aufgehört hat.
Klare Worte an Can Uzun
Immer wieder drehten sich die Fragen der anwesenden Journalisten um den türkischen Nationalspieler Can Uzun, der zuletzt nicht in der Startelf stand.
Hütter stellte unmissverständlich klar, dass aus seiner Sicht aus einer einzelnen Nichtberücksichtigung kein großes Thema gemacht werden solle: "Er hat jetzt einmal nicht gespielt." Gleichzeitig machte er deutlich, was er von seinem Offensivspieler erwartet: "Was er vielleicht ändern muss, ist, dass er seine Leistungen konstant versucht zu wiederholen." Die fußballerische Klasse Uzuns stellte Hütter dabei nicht infrage: "Er ist ein sehr guter Fußballer, da braucht man gar nicht drüber diskutieren."
Auf Nachfrage, woran es bei liege, das Uzuns endgültigem Durchbruch noch hapere, erklärt Hütter: "Für die Zukunft ist es entscheidend, dass Uzun begreift, dass Fußball ein Mannschaftssport ist. Je schneller er das versteht, umso eher wird er eine sehr große Karriere machen." Verstehe er das nicht, "wird er sich möglicherweise selber im Weg stehen."
Hütter betonte zudem, dass ihm Fragen zur Mannschaft insgesamt wichtiger seien als die Dauerdiskussion um eine einzelne Person: Schließlich spiele man "in Dortmund" - mit dem gesamten Team.
Konkurrenzkampf statt Komfortzone
Grundsätzlich fordert Hütter von allen Spielern, die zuletzt nicht zum Zug kamen, eine klare Haltung: Er möge es nicht, wenn Spieler sich mit der Reservistenrolle zufriedengäben. Stattdessen gehe es "immer um ein Leistungsprinzip" - jeder habe die Möglichkeit, sich in die Mannschaft zurückzuspielen. Diesen Konkurrenzkampf wolle er ausdrücklich befeuert sehen.
Ausblick: Englische Woche mit Pokalspiel gegen den HSV
Nach dem Auswärtsspiel in Dortmund wartet bereits am Dienstagabend (18 Uhr) das DFB-Pokalspiel beim HSV, bevor es am 1. November zum Heimspiel gegen den HSV in der Liga geht. Hütter betont: “Es ist eine sehr sehr wichtige Woche für uns.” Aber, dass er zunächst keine Rücksicht auf die Folgespiele nehme und sich voll auf die Partie gegen Dortmund konzentriere.
Offen ließ er, ob schnelle Offensivspieler wie Ansgar Knauff - der seine Karriere einst in Dortmund begann - oder Younes Ebnoutalib von Beginn an auflaufen; er deutete aber an, dass es im Vergleich zum Köln-Spiel "Veränderungen" geben werde.