Darmstadt 98 holt Punkt - verpasst aber Befreiungsschlag
Lilien-Abwehr hält dicht - Darmstadt 98 mit Remis gegen St. Pauli
Keine Tore am Böllenfalltor: Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 zeigt zu Hause gegen den FC St. Pauli eine Leistungssteigerung, verpasst aber den erhofften Befreiungsschlag. Am Ende steht ein 0:0, in dem die Gäste aus Hamburg etwas mehr vom Spiel hatten.
In der Tabelle treten die Lilien mit dem Remis auf der Stelle und stecken als 16. weiter tief im Tabellenkeller. Im Vergleich zur 0:4-Pleite beim Karlsruher SC machte zumindest die Abwehrleistung der Darmstädter etwas Hoffnung.
Vukotic räumt Startelf-Platz für Lührs
Nach der Klatsche vor 5 Tagen tauschte Lilien-Coach Kohfeldt die Startelf auf immerhin drei Positionen: Lakenmacher und Weißhaupt starteten in der Offensive für Lee und Duijvestijn. Die größere Überraschung aber in der Abwehr: Vukotic, der vor einer Woche noch eine Startelf-Garantie erhalten hatte, musste erstmal auf der Bank Platz nehmen. Für ihn begann Yannik Lührs in der Innenverteidigung.
Smit verpasst frühen Treffer
Bei stürmischen Verhältnissen am Böllenfalltor verzögerte sich der Anpfiff um ein paar Minuten, weil einige Luftballons aus der Choreo der Lilien-Fans den Weg aufs Spielfeld gefunden hatten. Nach dem Einsammeln ging es dann mit dem richtigen Ball los - und direkt mit einer dicken Chance für die Darmstädter: Milan Smit tachte nach einem langen Ball alleine im Pauli-Strafraum auf, verzögerte aber zu lange und legte die Kugel rechts vorbei.
Lilien-Abwehr lässt nichts anbrennen
Eine Vierstelstunde dauerte es, dann kamen auch die Hamburger zur ersten gefährlichen Aktion. Der unplatzierte Weitschuss von Metcalfe bereitete Lilien-Keeper Schuhen aber keine Probleme. St. Pauli kontrollierte in der Folge das Geschehen. Es dauerte bis in die 33. Minute, ehe St. Paulis Niang aus kurzer Distanz die nächste Chance auf dem Fuß hatte, jedoch nur das Außennetz traf. Ansonsten zeigte sich die Darmstädter Abwehr im Vergleich zum Karlsruhe-Spiel deutlich stabiler. So ging es torlos in die Kabinen.
Mehr Spielanteile für St. Pauli
In der zweiten Halbzeit blieb es zunächst beim bekannten Muster: St. Pauli hatte mehr Ballbesitz, ohne echte Torgefahr asuzustrahlen. Darmstadt lauerte auf Umschaltaktionen, die jedoch alle zu ungenau ausgespielt wurden. Ab der 70. Minute gingen beide Teams etwas mehr ins Risiko. Erst prüfte Paulis Martijn Kaars Schuhen aus der Distanz. Wenig später zielte Ritzka nach Gewusel im Strafraum knapp rechts neben das Lilien-Tor.
Darmstadt in der Schlussphase aktiver
Auch Darmstadt spielte jetzt munter mit: Erst ging Weißhaupts Distanzschuss knapp über den Kasten, dann klärte Nemeth für die Hamburger eine scharfe Hereingabe in höchster Not vor dem heranstürmenden Lee. Wenig später setzte Weißhaupt zu einem unnachahmlichen Solo an und wurde erst kurz vor der Strafraumgrenze von Paulis Smith gestoppt. Den fälligen Freistoß setzte Pfeiffer aber in die Mauer. Am Ende stand so das torlose Remis.
Pokalspiel vor der Brust
Auf den SVD wartet nun eine englische Woche mit zwei richtungsweisenden Partien: Am Dienstag geht es in der 2. DFB-Pokalrunde zum Bundesligisten nach Elversberg. Nächsten Samstag wartet dann in der Liga direkt wieder ein Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg.