250 Kilo schwerer Blindgänger - Weltkriegsbombe in Darmstadt entschärft
Eine in der Nähe des Darmstädter Nordbahnhofs entdeckte 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Das haben das Regierungspräsidium und die Stadt Darmstadt bestätigt.
Bomben-Entschärfer Alexander Majunke vom Regierungspräsidium Darmstadt sagte nach getaner Arbeit vor Ort: “Die Entschärfung verlief professionell und ohne große Probleme.” Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt bedankte sich beim Kampfmittelräumdienst für die professionelle Arbeit und für die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten.
250-Kilo-Bombe der US-Armee
Am Sonntagmorgen (1.2.) war das Gebiet rund um das verdächtige Objekt evakuiert worden, damit der Fundort untersucht werden konnte. Dies sei alles geregelt abgelaufen, sagte ein Sprecher der Stadt Darmstadt. Im nächsten Schritt hatten Experten vom Kampfmittelräumdienst dann den Metallgegenstand als US-amerikanische Fliegerbombe mit einem Gewicht von 250 Kilo identifiziert.
Dank den Einsatzkräften
Auch Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz und Katastrophenschutzdezernent Paul Wandrey dankten den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Darmstadt, des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeitersamariterbundes, des Kampfmittelräumdienstes, Technischen Hilfswerks, der Bundes-, Landes- und Stadtpolizei sowie der städtischen Behörden. Insgesamt waren über das Wochenende rund 170 Helferinnen und Helfer im Einsatz.
200 Anwohner mussten Häuser verlassen
Die Evakuierung war bereits am Donnerstag angekündigt worden und galt für einen Radius von 500 Metern rund um den Fund. Das Betretungsverbot trat am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr in Kraft. Betroffen waren den Angaben zufolge rund 200 Menschen. Alle Absperrmaßnahmen wurden dann ab 11.30 Uhr aufgehoben, die Bewohnerinnen und Bewohner konnten in ihre Wohnungen im Absperrbereich zurückkehren.
Züge fahren wieder
Teile der Bahnstrecke, die am Darmstädter Nordbahnhof vorbeiführen, waren gesperrt und Züge umgeleitet worden, um Erschütterungen zu vermeiden. Nach erfolgreicher Bombenentschärfung wurde die Streckensperrung aufgehoben, die Linien RB81 und RB82 verkehrten wieder nach Fahrplan. Das hat am Sonntagmittag der Betreiber VIAS mitgeteilt.
Besonders Merck war betroffen
In unmittelbarer Nähe des Fundorts befindet sich der Pharmakonzern Merck. Dort musste angesichts der Produktionsanlagen und entsprechend gelagerter Stoffe der Bereich rund um den Fundort zur Sicherheit mit aufgestapelten Containern speziell abgesichert werden. Der Konzern hatte deshalb auch Teile seiner eigenen Produktionsanlagen zurückgefahren.