So wohnen die Hessen - Unterschiede zwischen Stadt und Land
Im Jahr 2025 waren Einpersonenhaushalte in Hessen die häufigste Haushaltsform. Dies geht aus dem Mikrozensus hervor, der einen Anteil von 42,0 Prozent der insgesamt 3,1 Millionen hessischen Haushalte als Einpersonenhaushalte angibt. Besonders in Großstädten lag dieser Anteil höher: 51,1 Prozent der Großstädter lebten alleine.
Zweipersonenhaushalte machten 31,6 Prozent aus, während drei- und vier-Personenhaushalte 12,2 Prozent bzw. 10,0 Prozent ausmachten. Der Mikrozensus zeigt, dass die Tendenz zu Einpersonenhaushalten in größeren Gemeinden stärker ausgeprägt ist.
Phänomen vor allem in Großstädten
In Städten mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, wie Frankfurt am Main, Darmstadt und Kassel, lebte mehr als die Hälfte der Menschen alleine. In ländlicher geprägten Kreisen wie dem Schwalm-Eder-Kreis oder dem Lahn-Dill-Kreis war der Anteil dagegen niedriger.
Altersunterschiede bei Alleinlebenden
Unter den Alleinlebenden in Hessen waren die ab 65-Jährigen am stärksten vertreten. Fast 36 Prozent der Alleinlebenden gehörten dieser Altersgruppe an. In kleineren Gemeinden lag der Anteil an Senioren sogar bei 42,8 Prozent, während in Großstädten nur 27,3 Prozent der Alleinlebenden 65 Jahre oder älter waren. Junge Alleinlebende unter 35 Jahren waren hingegen häufiger in Großstädten zu finden.
Alleinlebende Frauen oft im Seniorenalter
Ein deutlicher Geschlechterunterschied zeigte sich in der Altersstruktur: Fast jede zweite alleinlebende Frau war 65 Jahre oder älter, während bei den Männern die Altersgruppe der 35- bis 49-Jährigen ebenso stark wie die der Senioren vertreten war. Frauen lebten im Alter häufiger alleine als Männer.