Der Zugverkehr wurde wieder aufgenommen.
— DB Regio AG - Mitte (@Regio_Mitte) June 23, 2026
Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat muss bis mind. 24.06.2026 - 6 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen gerechnet werden. https://t.co/piTJ12RI52
Nach Bahn-Chaos: Das müssen Pendler in Hessen heute wissen
Nach bundesweitem Bahn-Chaos - Das müssen Pendler in Hessen heute wissen
Gestrandete Reisende und sehr lange Warteschlangen an den Bahnhofsinformationen: Nach der deutschlandweiten hat die Deutsche Bahn erste Details zur Ursache genannt. Demnach war der “planmäßige Tausch einer technischen Komponente” beim digitalen Bahnfunksystem GSM-R Auslöser für die Probleme.
Es waren etliche Reisende betroffen. Auch am Mittwoch kommt es bei uns in Hessen noch zu Verspätungen und Ausfällen.
Passagiere sollten deshalb unbedingt vorab ihre Verbindung checken. Infos gibt's auf den Störungsseiten der Bahn und des RMV. Unter anderem kommt es auf der Strecke zwischen Frankfurt und Gießen zu Ausfällen.
Probleme zwischen Frankfurt und Gießen
Im Bahnverkehr zwischen Frankfurt und Gießen kommt voraussichtlich bis Donnerstag (25.06.) zu massiven Einschränkungen. Grund ist ein defektes Stellwerk. Zahlreiche Regionalzüge fallen aus, aber auch die S6 und der Fernverkehr sind betroffen, teilten der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn (DB) mit.
Keine freien Hotelzimmer in Frankfurt
Viele Reisende saßen durch den Ausfall fest. Zwar wurden laut einem Bahnsprecher Taxi- und Hotelgutscheine ausgegeben - in Frankfurt am Main berichteten Menschen aber zum Beispiel, es gebe in der ganzen Stadt gar kein Hotelzimmer mehr. Und: Ein ICE nach Mannheim und Stuttgart fuhr dort nahezu ohne Passagiere los. Niemand hatte den vielen Wartenden vor der Abfahrt Bescheid gegeben. Unter anderem am Berliner Hauptbahnhof beklagten Fahrgäste, dass es keine Auskünfte gab. Aber die Bahn-Mitarbeiter seien freundlich und ansprechbar gewesen, hieß es.
Störung mit Notfallsystem behoben
Die Ursache der Störung des Bahnfunks GSM-R hatte die DB noch in der Nacht identifiziert - ohne allerdings zu erklären, worin sie bestand. IT-Experten der DB hätten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. "Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden", hieß es weiter. Man danke allen Fahrgästen für die Geduld. Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte der "Bild"-Zeitung, die Lage sei mit einem Notfallsystem stabilisiert worden.
Funknetz gegen 00:30 Uhr wieder intakt
Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt weiter an, wie ein DB-Sprecher mitteilte. Der Grund für den Stopp des Zugverkehrs Störung war demnach eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R.
Mobilfunknetz zur sicheren Kommunikation
GSM-R steht für "Global System for Mobile Communications - Railway". "Das GSM-R Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG", heißt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn. Demnach bietet es Vorteile wie etwa hohe Sicherheit in der betrieblichen Kommunikation, die Möglichkeit spezieller Gruppenanrufe und die Option zur gezielten Kontaktaufnahme mit den Fahrdienstleistern.
Auch S-Bahnen, Privatbahnen und Güterverkehr betroffen
Von der Störung betroffen waren nicht nur Fern- und Regionalverkehrszüge, sondern auch S-Bahnen, die von der DB betrieben werden, und Privatbahnen. In Berlin etwa war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt, ebenso in Stuttgart. In Hamburg hingegen fuhr die Hochbahn.
Auch Güterverkehr ausgebremst
Still stand außerdem der Güterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist. Der Verband der privaten Güterbahnen forderte deshalb eine genaue Aufarbeitung des zweistündigen Ausfalls. Die Ursache für den Ausfall am späten Dienstagabend dürfe "nicht allein durch eine "Selbstauskunft" der DB InfraGo als Betreiberin beantwortet werden", sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger der dpa. Es brauche eine bessere Überwachung und Steuerung des Schieneninfrastrukturbetriebs.