Lufthansa-Tarifstreit: Vorerst keine Streiks und Ausfälle
Keine Streiks und Ausfälle mehr - Tarifkonflikt bei Lufthansa entschärft
Gute Nachrichten für Flugreisende: Der Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Piloten hat sich entschärft. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Airline haben sich auf ein umfassendes Schlichtungsverfahren geeinigt. Damit sind weitere Streiks vorerst vom Tisch.
Es geht um offene Tariffragen bei Lufthansa, Lufthansa Cargo, Cityline und Eurowings. Die Verhandlungen sollen nach Angaben der Gewerkschaft “Vereinigung Cockpit” (VC) von einer Mediation begleitet werden. Beide Seiten haben laut VC die Möglichkeit, unter definierten Bedingungen aus dem Verfahren auszusteigen. Die Lufthansa bestätigte die Einigung zwar, wollte sich aber wegen der vereinbarten Vertraulichkeit nicht zu weiteren Einzelheiten äußern.
Millionenschäden durch Ausfälle
Zuvor hatte die Gewerkschaft ihre Mitglieder bereits an sieben Tagen zum Streik aufgerufen, hunderte Flüge fielen infolgedessen aus. Nach Angaben des Unternehmens belaufen sich die Kosten des bisherigen Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro.
Streit um neue Strategie
Offiziell dreht sich der Konflikt um die Altersversorgung und das Gehalt. Den Angaben zufolge steht dahinter jedoch auch der Streit um die Strategie des Vorstands. Dieser soll Flugzeuge und Crews in Flugbetriebe mit niedrigeren Tarifbestimmungen verlagern wollen.
Tausende Flüge gestrichen
Die Regionalgesellschaft Cityline mit rund 1.300 Beschäftigten war von einem Tag auf den anderen stillgelegt worden. Zehntausende geplante Verbindungen wurden gestrichen oder auf die fast namensgleiche, neue Gesellschaft Lufthansa City Airlines verlagert. Auch mit der Kabinengewerkschaft Ufo, die das Unternehmen ebenfalls bestreikt hatte, soll es zuletzt wieder Gespräche gegeben haben.