Oktoberfest findet nicht statt - Stadt Mainz bringt Ersatzfest ins Spiel
Die Stadt Mainz bleibt hart: Das Oktoberfest-Festzelt bleibt vorerst zu - trotz eines neuen Gutachtens, das der Veranstalter extra anfertigen ließ.
Der Veranstalter, die Mainzer Messegesellschaft, hatte zuvor ein neues Gutachten präsentiert, das die Sicherheit des Festzeltes belegen sollte. Die Stadt Mainz hat das zwar nicht überzeugt. Ein Hintertürchen lässt sie aber offen.
Stadt Mainz: Müssen uns an Ordnung und Gesetz halten
Erstmal bleibe es bei der Absage, sagte heute der zuständige Baudezernent der Stadt Mainz, Ludwig Holle (CDU). Man habe bislang noch keine Unterlagen bekommen, die die Stadt von ihrer Position abweichen ließen.
Man müsse sich hier einfach an Ordnung und Gesetz halten. Schließlich habe das Verwaltungsgericht am Montag die Haltung der Stadt bestätigt, dass eine Genehmigung beim derzeitigen Stand nicht möglich sei.
Streit um Anforderungen für Brandschutz
Kernpunkt des Streits war die Frage, ob es sich bei dem Festzelt für das Oktoberfest um einen sogenannten "fliegenden Bau" handelt, für den vereinfachte Anforderungen gelten - beispielsweise beim Brandschutz.
Die Mainzer Messegesellschaft ist davon überzeugt, dass die heute präsentierten Gutachten und die Tatsache, dass das Festzelt in diesem Jahr bereits ab- und wieder aufgebaut wurde, dafür sorgen, dass die Stadt den "fliegenden Bau" für dieses Jahr doch noch anerkennt. Die Stadt Mainz sieht das aber nach wie vor anders und fordert einen Bauantrag und Unterlagen für das Zelt als festen Bau.
Hoffnung auf ein Oktoberfest im November?
Holle sagte aber auch, dass es noch Gespräche gebe. Ganz aussichtlos ist es also möglicherweise doch nicht, dass es noch ein Fest geben könnte - wenn auch vielleicht kein Oktoberfest. Holle deutete an, dass man ein solches Fest ja zum Beispiel auch noch im November veranstalten könnte.