Amazon investiert 4,8 Milliarden in Hessens Rechenzentren
Milliarden-Pläne für Hessen - Wohin das Amazon-Geld fließen soll
16 Milliarden Euro will Amazon 2027 in Deutschland investieren – ein großer Teil soll in Cloud und KI rund um Frankfurt fließen.
Die hessische Landesregierung sieht in den angekündigten Milliardeninvestitionen der Handelsplattform Amazon eine Stärkung der Spitzenposition des Landes als "digitales Powerhouse in Europa". Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) bezeichnete Hessen als das digitale Herz Europas. "Alle großen Player wollen nach Hessen", sagte er.
4,8 Milliarden Euro in Hessen verplant
Die angekündigte Investition von rund 4,8 Milliarden Euro in Ausbau, Modernisierung und Neubau von Rechenzentren in der Rhein-Main-Region im nächsten Jahr sei ein Vertrauensbeweis in die wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen am Digitalstandort Hessen. Zugleich sei dies ein weiterer Beleg, "dass wir mit unserer aktiven Wirtschaftspolitik und unserem klaren Bekenntnis zu Technologieoffenheit und Innovationsfreude genau richtig liegen", sagte Rhein.
Ausbau soll nachhaltig gestaltet werden
Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) erklärte, für Künstliche Intelligenz (KI) und andere Innovationen seien ausreichende Rechenkapazitäten notwendig. Dabei gehe es auch um die digitale Souveränität. Der Ausbau dieser Rechenleistungen müsse ressourcenschonend und nachhaltig gestaltet werden, fügte sie hinzu. "Energieeffizienz, erneuerbare Energien und die Nutzung von Abwärme sind zentrale Voraussetzungen für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur."
Cloud- und KI-Infrastruktur
Amazon hatte zuvor angekündigt, im kommenden Jahr rund 16 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau von Rechenzentren für den Cloud-Anbieter AWS und die Modernisierung der Logistikstandorte fließen, wie das Unternehmen anlässlich des Investitionsgipfels der Bundesregierung in Berlin mitteilte.
Modernisierungen in Bad Hersfeld
In den Logistikzentren gehe es um Investitionen in moderne Technologien wie Robotertechnik, teilte das Unternehmen weiter mit. Bereits laufende Modernisierungen der Standorte Bad Hersfeld in Hessen sowie Dortmund und Werne in Nordrhein-Westfalen sollen in kommenden Jahr abgeschlossen werden. In Könnern in Sachsen-Anhalt werde derzeit ein neues Zentrum gebaut.
Konkurrenz für Starlink
Ein weiteres Investitionsfeld ist laut Amazon der Satelliten-Internetdienst Amazon Leo. Es ist das zentrale Wettbewerbsprojekt zu Starlink, dem Satelliteninternet des rechten US-Unternehmers Elon Musk.