Echte Macher - Karriere bei der Bundeswehr
Wir haben so viele tolle Arbeitgeber bei uns in der Region. Einige davon stellen wir euch mal genauer vor. Was machen die? Wo gibt’s noch Jobs? Und was muss ich dafür mitbringen? Diese Woche schauen wir uns mal den größten Dienstleister in Sachen Sicherheit in Deutschland an. Und der ist auch einer der größten und vielseitigsten Jobanbieter in Deutschland überhaupt: die Bundeswehr.
Zu Gast im FFH-Studio war Hauptbootsmann Marcel M. vom Karriereberatungsbüro der Bundeswehr in Mainz. Mit ihm haben wir über die Möglichkeiten – und die Herausforderungen – gesprochen.
Karriere bei der Bundeswehr
Kaum eine Institution wird in Deutschland so kontrovers diskutiert wie die Bundeswehr – dabei haben nur wenige Menschen sie tatsächlich selbst erlebt. Seit die Wehrpflicht 2011 ausgesetzt wurde, kennen viele die Bundeswehr als Arbeitgeber gar nicht mehr aus eigener Erfahrung. Seit dem 1. Januar gibt es aber wieder den freiwilligen Wehrdienst. Momentan zählt die Bundeswehr rund 180.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie eine Reserve von knapp einer Million Menschen. In den Karrierecentern wirbt die Truppe aktuell wieder aktiv um Nachwuchs im militärischen Fachdienst und im zivilen Bereich.
Hier gibt's die Jobs
Der Bedarf bei der Bundeswehr ist unterschiedlich: Besonders gesucht werden aktuell Kräfte für den Objektschutz der Luftwaffe sowie für das Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz. Insgesamt gibt es für die kämpfende Truppe deutlich mehr Bewerbungen als für die sogenannten Fachdienste in der Logistik oder Sanität, die im Arbeitsalltag oft übersehen werden. Wer einsteigen möchte, muss neben einer gewissen körperlichen Fitness – die sich trainieren lässt – vor allem hinter der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen.
Jede Menge Förderung
Neben dem klassischen Gehalt gibt es einige finanzielle Anreize. Für den Pkw-Führerschein gibt es einen Zuschuss von 3.500 Euro, auch der Lkw-Führerschein wird gefördert. Verpflegung und Unterkunft sind vergleichsweise günstig organisiert, medizinische Versorgung erfolgt kostenfrei in den Sanitätszentren der Kasernen. Wer die Bundeswehr nach einigen Jahren wieder verlässt, kann außerdem den Berufsförderungsdienst nutzen: Je nach Dienstzeit gibt es Gehaltsfortzahlungen von bis zu fünf Jahren, um zum Beispiel ein Abitur nachzuholen oder eine Ausbildung zu finanzieren.
Vom Meer bis in die Berge
Wer sich für den militärischen Bereich entscheidet, muss bundesweit einsetzbar sein – von der Küste bis an die Alpen. Auch Auslandsaufenthalte gehören dazu – aktuell etwa Abstellungen nach Litauen. Bei Missionen wird dabei zunächst nach freiwilligen Kräften gesucht, im Verteidigungsfall gilt die Pflicht für alle. Wer sich für mehrere Jahre verpflichtet, muss diese Zeit grundsätzlich auch durchziehen – ein Ausstieg mitten in der Ausbildung ist nicht ohne Weiteres möglich.
bundeswehrkarriere.de
Informationen gibt es bundesweit in den Karriereberatungsbüros der Bundeswehr. Termine lassen sich dort unkompliziert und unverbindlich vereinbaren. Wer noch unsicher ist, kann auch einen Truppenbesuch machen, an einem Camp teilnehmen oder ein Praktikum absolvieren. Alle Angebote sind online unter bundeswehrkarriere.de zu finden. Wer sich nicht direkt verpflichten möchte, kann außerdem über die Reserve und eine Grundausbildung am Wochenende einsteigen – ähnlich wie bei der Freiwilligen Feuerwehr, nur mit militärischem Hintergrund.
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