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The BossHoss live beim Kultursommer Gießen: So war das Konzert

The BossHoss live in Gießen - Wenn die Oma mit der Enkelin feiert

© FFH/Marc Adler

Ehrwürdige, alte Kastanienbäume und die noch älteren Mauern des Kloster Schiffenbergs sind die perfekte Kulisse für einen wunderschönen Open Air Konzertabend mit The BossHoss. Beim Gießener Kultursommer beweist die Berliner Band mal wieder, dass sie viel mehr sind, als nur eine Truppe mit Cowboy-Hüten, die Hits mit Country-Einfluss spielen.

Es gibt Konzerte für ein eher jüngeres Publikum, es gibt Konzerte für ein eher älteres Publikum und es gibt The BossHoss! Wer einmal sehen wollte, wie Oma, Mutter und die Tochter im Teenager-Alter gemeinsam zur selben Musik abfeiern, der war an diesem Abend auf dem Schiffenberg in Gießen genau richtig. Denn Songs wie Dos Bros oder Don't Gimme That verbinden offenbar die Generationen. Und dass dies so ist, ist auch absolut nachvollziehbar. Denn The BossHoss spielen bei diesem Konzert präsentiert von HIT RADIO FFH nicht nur ihre zahlreichen extrem eingängigen Hits, sondern liefern auch noch eine richtig gute Show ab, die das Publikum von Minute Eins an mitreißt.

Viel Cowboy-Optik, wenig Cowboy-Schauspielerei

In bewährter moderner Cowboy-Optik kommen Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer um kurz vor neun Uhr zusammen mit ihrer Band auf die Bühne: Ausgewaschene Jeans, Lederwesten und Cowboy Hüte gehören seit jeher zum modischen Pflicht-Programm der Band. Doch abgesehen davon lassen The BossHoss ihre Wurzeln als angebliche Country-Band schnell hinter sich. Nur die ersten paar Songs wird mit dem Publikum im breitesten texanischen Englisch kommuniziert, danach schleicht sich immer mehr Deutsch ein - und das steht der Band gut, denn die Interaktion mit dem Zuschauern funktioniert an diesem Abend hervorragend. Vom gemeinsamen Singen, über das betont überschwängliche Loben des Publikums, dass sich als Running-Gag durch den ganzen Abend hin zieht, bis hin zur Einladung später im Pool des Backstage-Bereichs (den es übrigens wirklich gibt, wie uns der Veranstalter bestätigt) noch gemeinsam weiter zu feiern, haben Band und Zuschauer sichtlich Spaß miteinander. Und DJ Bobo, der am darauf folgenden Tag auf dem Klostergelände spielen wird, bekommt ebenfalls schon mal verbal sein Fett weg.

Die Bilder vom Konzert

Aber natürlich steht und fällt so ein Konzert mit der musikalischen Leistung - und auch hier können The BossHoss punkten. Nicht zuletzt, weil sie ordentlich auffahren. Drei Bläser, zwei Schlagzeuger, ein Bassist, ein Kontrabass und ein Mudharmonikaspieler tummeln sich neben den beiden Frontmännern auf der mit Wellblech-Elementen gestalteten Bühne. Und die Band ist an diesem Abend nicht nur "Hintergrund-Dekoration", wie es sonst so häufig bei Konzerten der Fall ist. Jeder Künstler hat im Laufe des Abends seinen großen Auftritt, bei dem ihm die beiden Stars der Gruppe das Rampenlicht überlassen. Sei es ein ausführliches Mundharmonika- oder Saxophonsolo, ein Song bei dem der Schlagzeuger mit dem Cajon ganz vorne auf der Bühne sitzen darf oder das Cover zum Outcast Song "Hey Ya" bei dem der sonst eher im Hintergrund stehende Percussionist seine Tanz- und Showman-Qualitäten beweisen kann.

Zwei Stunden mitreißendes Konzert

Mit einer Coverversion des Cameo-Hits "Word Up!" endet nach rund zwei Stunden ein rundum gelungener Abend. Und es scheint, als würde es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Cowboyhüte und Lederjacken das Kloster Schiffenberg rocken. The BossHoss haben auf jeden Fall direkt versprochen: "Wir kommen wieder"! Und wir sind uns sicher: Vieler der rund 3000 Zuschauer werden nach dieser Show auch wieder mit dabei sein!

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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