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Limburger haben entschieden: Falkner soll Tauben töten dürfen

Limburger haben entschieden - Falkner soll Tauben töten

In Limburg sollen die vielen Tauben in der Innenstadt einmalig durch einen Falkner getötet werden dürfen. Dafür haben sich 53 Prozent der Limburgerinnen und Limburger in einem Bürgerentscheid ausgesprochen.

Knapp 47 Prozent sprachen sich dagegen aus bei einer Wahlbeteiligung von 55 Prozent. Damit kann der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt werden.

Stadt geht von 700 Tauben in der Stadt vor

Limburg Bürgermeister Marius Hahn sagte nach der Abstimmung: "Für uns war nicht absehbar, wie das Ergebnis heute ausgehen würde. Die Bürgerinnen und Bürger haben von ihrem Recht Gebrauch gemacht und entschieden, dass die Taubenpopulation in den kommenden zwei Jahren durch einen Falkner, der Tiere betäubt und tötet, reduziert werden soll“. Die Stadt geht von einer Taubenpopulation von 700 Tieren in der Domstadt aus. 

Enttäuschung bei Tierschutzbund

"Wir sind bestürzt und enttäuscht“, kommentiert Ute Heberer, Vorsitzende des Landestierschutzverbands Hessen, das Ergebnis des Bürgerentscheids. Aus Sicht der Tierschützer stellt die geplante Tötung der Limburger Stadttauben ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes sagte, er wolle Strafanzeige stellen, sobald das erste Tier getötet wird.

Limburgs Bürgermeister Marius Hahn

"Wir werden noch einiges prüfen, was die Population der Tauben und die Frage der Gesundheitsgefährdung angeht. Und danach können wir einen in Frage kommenden Falkner beauftragen."

© HIT RADIO FFH

Magistrat soll nun noch einmal prüfen

Laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll der Magistrat nun eine konkrete Einzelfallprüfung vornehmen. Denn nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshof in Kassel (2011) ist das Töten der Tauben an Bedingungen geknüpft, die sich auf Gesundheitsgefahren oder Schäden an Gebäuden beziehen. Um rechtmäßig vorzugehen, wird geprüft werden, ob diese Bedingungen vorliegen, wenn die Tauben getötet werden sollen.

Melanie Leonhardt hat sich für Taubenhäuser in Limburg eingesetzt

"Es war eine demokratische Wahl und wir akzeptieren das Ergebnis, auch wenn es uns nicht gefällt. Wir haben sehr viel Aufklärung leisten können und werden uns auch weiter gegen das Taubentöten einsetzen."

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Die Wahlhelfer in der Josef-Kohlmaier-Halle

Tierschutzbund kündigt Strafanzeigen an

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes stellte in einem Statement am Montag klar: "Sobald die erste Taube in Limburg getötet wird, werden wir Strafanzeige gegen die Verantwortlichen stellen." Die geplante Tötung der Stadttauben stellt aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.

Hintergründe und Geschichte des Bürgerentscheides

Über das geplante Tauben-Töten in Limburg konnten jetzt die Bürgerinnen und Bürger abstimmen. Mit einem Ja oder Nein entschieden die Limburger, ob die Zahl der Tauben zunächst durch Töten reduziert wird oder ob die Stadt langfristig  auf Methoden wie Taubenhäuser setzen soll. 

Die Frage im Stimmzettel lautete „Soll der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 13.11.2023 zum Thema „Stadttaubenproblematik in der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn“ (Bericht 23/188) aufgehoben werden?“

Mit einem JA sprachen sich die Limburger gegen das Taubentöten aus und entsprechen somit der Forderung der Initiative „Stoppt das Taubentöten“.

Mit einem NEIN sprachen sich die Limburger dafür aus, dass die Tauben durch einen Falkner betäubt und getötet werden, um den Bestand von hochgerechnet bis zu 700 Tauben zu reduzieren. 

Der gefasste Beschluss lautet: „Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Verkehr ....lehnt die Errichtung der (..) vorgeschlagenen Taubenhäuser ab. Er spricht sich ausdrücklich für eine Beauftragung eines Falkners aus, um das Problem der Taubenproblematik zu lösen....“

Taubenschützer machten mobil in der Domstadt

Nach dem Beschluss zur Taubenreduktion im November 2023 hatten Taubenschützerinnen und Tierschützer Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. Sie reichten im Januar 4.436 Unterschriften ein, davon waren 3.310 gültig und damit mehr als die erforderliche Anzahl von 2.672 Unterschriften.

 

 

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Anne Schmidt

Leiterin Studio Mittelhessen
Anne Schmidt

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