Jugendliche aus Kiew in Herborn - Pause vom Krieg und zurück in die Schule
Pause vom Krieg, das gilt jetzt für Zwölf Jugendliche aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Sie sind jetzt für eine Woche in Herborn und gehen in ihre Partnerschule, das Johanneum Gymnasium.
Bildungsminister Armin Schwarz hat sie persönlich in der Schule begrüßt und nennt den Besuch „ein starkes Zeichen“. Junge Menschen kommen zusammen, lernen gemeinsam, machen Sport und bilden Freundschaften.
Lernen statt Schutzraum
Während in Kiew der Schulalltag durch Krieg, Stromausfälle und Angriffe oft unmöglich ist, lernen die Jugendlichen nun am Gymnasium Johanneum in Herborn. Die Einladung der Landesregierung soll ihnen eine Pause vom belastenden Alltag geben und gleichzeitig die Schulpartnerschaft stärken. Aktuell gibt es überhaupt keinen Unterricht in Kiew.
Volles Programm in Hessen
Neben der Schule stehen Ausflüge auf dem Plan: Die Gruppe besucht unter anderem Wiesbaden, Frankfurt, Wetzlar und Gießen. Auch der Hessische Landtag gehört dazu. Dort empfängt Landtagspräsidentin Astrid Wallmann die Jugendlichen persönlich.
Partnerschaft mit Zukunft
Schulleiter Christian Betz freut sich über den direkten Austausch nach intensiver Zusammenarbeit auf digitalem Weg. Er hofft, dass der persönliche Kontakt die Kooperation weiter vertieft. Die Partnerschaft entstand im Rahmen eines OECD-Netzwerks zur Begleitung der ukrainischen Oberstufenreform.