HSG Wetzlar vor Liga-Restart - Gegen Berlin ein "gutes Gefühl" holen
Auf die Handballer der HSG Wetzlar geht es nach der EM-Pause wieder los. Die abstiegsbedrohten Mittelhessen starten in der Bundesliga ins Jahr 2026 - und das gleich mit einer denkbar schweren Aufgabe: Am Mittwochabend (19 Uhr ) ist der amtierende Deutsche Meister Füchse Berlin in der Buderus-Arena zu Gast.
Erst Mitte Dezember fand das Hinspiel zwischen beiden Teams statt. Es war zugleich das Debüt des neuen HSG-Trainers Runar Sigtryggsson. Der Isländer weiß also ganz genau, was für eine Star-Truppe dort auf ihn und sein Team zukommt.
Aus den Fehlern im Hinspiel lernen
“Sie spielen sehr schnellen Handball und haben die besten Spieler der Welt in ihren Reihen”, meint Sigtryggsson am FFH-Mikro. Die Zielsetzung für das Duell mit den Füchsen und Welthalndballer Mathias Gidsel formuliert er deshalb eher defensiv: “Wir wollen so lange wie möglich im Spiel bleiben und sie nicht davonziehen lassen”, so der Coach. Dann könne das Spiel erfolgreicher verlaufen als noch im Dezember, als die HSG klar 28:35 unterlag.
“Wollen unsere Chance nutzen”
Chancenlos seien die Mittelhessen aber keineswegs, darin sind sich die Verantwortlichen einig. “Wenn wir unsere Chancen bekommen, wollen wir sie nutzen”, sagt Geschäftsführer Björn Seipp am FFH-Mikro. Denn gerade für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf sei es enorm wichtig, sich mit einer kämpferischen Leistung gegen Berlin ein gutes Gefühl zu holen. “Ich erhoffe mir, dass wir gemeinsam mit unseren Fans ein Feuerwerk abbrennen”, fordert Seipp. Dann sei auch ein Erfolgserlebnis nicht ausgeschlossen.
Trendwende soll unter Sigtryggsson gelingen
Punkte können die Wetzlarer ohnehin gut gebrauchen. Die Mittelhessen stehen aktuell auf Rang 17 - einem Abstiegsplatz. Unter dem neuen Trainer Sigtryggsson war vor der EM-Pause allerdings ein leichter Aufwärtstrend erkennbar, den es fortzusetzen gilt. Der Isländer hat die Pause genutzt, um mit dem Team an seiner Spielidee zu arbeiten. Jetzt will er in den kommenden Wochen und Monaten das Ruder in Wetzlar herumreißen und den Klassenerhalt sichern.