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> Tag für Menschlichkeit an der Weidigschule in Butzbach
25.02.2026, 10:43 Uhr
Weidigschule in Butzbach -
Schüler gestalten Tag für Menschlichkeit
© HIT RADIO FFH
Rund 1200 Schülerinnen und Schüler lernen an der Weidigschule in Butzbach. Gemeinsam gab es jetzt einen “Tag für Menschlichkeit”
Fußgetrappel, Reden, Diskutieren: Die Weidigschule in Butzbach im Wetteraukreis hat einen Tag für Menschenrechte veranstaltet.
Einen Vormittag ging es um Kinderrechte, Demokratie, aber auch Kommunalpolitik und die deutsche Geschichte. Schulleiterin Barbara Plock sagt zu HIT RADIO FFH: “Wir opfern natürlich einen Unterrichtstag, aber es ist Unterricht in anderer Form und sehr wichtig, weil es um die Grundlagen unserer freiheitlichen Demokratie geht.”
Schulleiterin: Unterricht der anderen Art und Weise
Schulleiterin Barbara Ploch über den "Unterricht in anderer Form".
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Weil ich denke, dass angesichts der politischen Lage in der gesamten Welt eine Bewusstmachung der Menschenrechte ganz furchtbar wichtig ist. Und ja, wir opfern einen Schultag und ja, es tut mir selbst weh, mein 13er Grundkurs Deutsch bräuchte dringend seine zwei Stunden vor dem Abitur. Aber ich glaube tatsächlich, dass es wichtig ist, ein Bewusstsein für Solidarität und Mitmenschlichkeit zu schaffen. Es ist heute Unterricht in einer anderen Art und Weise. Also auf die Schülerinnen Lilia Meyer und Sarah Ludwig bin ich unendlich stolz, weil die das alles völlig eigenständig organisiert haben und ich platze eigentlich vor Stolz.
Schülerinnen organisieren Menschlichkeits-Tag
Zwei Schülerinnen haben den Tag organisiert: Sarah Ludwig und Lilya Mayer. Die Vorbereitungen dauerten fast ein Jahr und am Anfang stand die gemeinsame Arbeit in der Schul-AG "Mensch ist Mensch".
Arbeit soll weiter gehen
Am Ende steht nun ein Tag 23 Vorträgen und Workshops für alle Klassen. Die beiden Schülerinnen hoffen auf eine Fortsetzung ihrer Arbeit und wollen in Butzbach Netzwerke stärken.
Schülerinnen: Von kleiner Idee zum großen Tag
Die Schülerinnen Sarah Ludwig und Lilya Mayer sind stolz und wollen auch nach dem Tag der Menschenrechte am Ball bleiben und Netzwerke aufbauen.
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Die Idee war am Anfang relativ klein und dann ist sie immer größer geworden und jetzt sind wir heute hier. Dass es so groß wird, hätten wir, glaube ich, am Anfang nicht erwartet. Ich glaube, Menschlichkeit ist die Basis von allem anderen, also von unserer Gerechtigkeit im Land, von unserem Grundgesetz, von unserem Zusammenleben. Und wenn wir Menschlichkeit nicht anfangen, früh zu lernen, und das machen wir durch gute Bildungsangebote, dann entstehen Situationen, die spalten und gegen die wollen wir unbedingt gegenkämpfen. Wir haben einen Kommunalworkshop und die bringen den Schülerinnen und Schülern bei, wie man Kommunalpolitik macht, also zeigen, wie man mitmachen kann. Wir haben heute Morgen hier auf unserem Sportplatz gestartet und dann mit Lilian nach vorne zu gehen und alle zu sehen, war ein sehr krasses Gefühl. Und ich hoffe, wir können das, was gelernt wird, erhalten und lebendig machen.
© HIT RADIO FFH
Die Oberstufenschülerinnen Sarah und Lilja haben den Tag organisiert.
Lehren aus der Vergangenheit
Auch Kommunalpolitiker, Landtags- und Bundestagspolitiker sind gekommen und berichten über ihre Arbeit. Genauso wie eine Referentin aus Berlin über den Ukrainekrieg ist dabei.
Die Themen des Tages
Es geht um Diskriminierung, Lehren aus der Vergangenheit, die internationale Lage, Menschlichkeit als Schutz der Demokratie oder die Gestaltung der Demokratie durch Politik.
Umfrage unter Schülerinnen und Schülern
Kinder der fünften Klasse über Kinderrechte
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Also ich finde, sie sollten vor allem das Recht haben, zur Schule zu gehen. Auf jeden Fall ein Dach über dem Kopf, wo sie sich sicher fühlen. Also dass sie machen können, also nicht machen können, was sie wollen, aber dass sie so sein können, wie sie wollen, sich anziehen können, wie sie wollen oder irgendwie lange Haare oder kurze Haare. Man sollte alle Kinder gleichgerecht behandeln, also auch Kinder mit dunkler Haut gut behandeln. Dass sie frei entscheiden dürfen, nicht immer, dass die Erwachsenen sagen, dass man das machen soll. Kinder müssen nicht rassistisch sein, dann fühlen sich schlecht die Kinder, obwohl die ganz normal sind. Ich finde den Tag heute gut, also ich würde auch lieber den Tag nehmen als jetzt Mathe, Deutsch, vielleicht Sport, aber der Tag ist schon gut.
Kinderrechte im Mittelpunkt
Vor allem die Kinder der Unterstufe beschäftigten sich mit der deutschen Geschichte und mit Kinderrechten, die sie sich wünschen. Am FFH-Mikro sprudelt es nur so aus den Fünftklässlern: Sicherheit, Schulen, ein Dach über dem Kopf, zu sein, wie man halt ist - das wünschen sich die Butzbacher Mädchen und Jungen für alle Kinder der Welt.
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