"Es werden leider weniger" - Kröten wandern in Niddatal-Kaichen
Krötenwanderung in Hessen. Bis weit in den März hinein wandern die Tiere zu ihren Laichplätzen. Dabei überqueren sie die Straßen und werden oft überfahren.
In Niddatal-Kaichen in der Wetterau versuchen Umweltschützer des NABU die kleinen braunen Hüpfer zu retten.
Amphibienzäune am Straßenrand
Damit die Kröten auf den Straßen nicht überfahren werden, stehen vielerorts niedrige grüne Zäune entlang der Straßen. Die Kröten wandern an den Zäunen entlang und purzeln in aufgestellte und eingegrabene Eimer. Jeden Morgen bringen Freiwillige NABU, des Naturschutzbundes, die Tiere über die Straße.
“Leider werden es weniger”
“Leider werden es doch weniger Tiere,” erzählt Frank-Uwe-Pfuhl, den FFH beim Krötensammeln begleitet. Hier werden die Tiere in Niddatal-Kaichen über die Straße in die Nähe eines Fischteiches gebracht und vorsichtig im Gehölz abgesetzt. Sie graben sich ein und wandern später zum Wasser, wo sie laichen und ihren Nachwuchs großziehen.
Verlierer des Artensterbens
“Sie sind die Verlierer des Artensterbens”, so Umweltschützer Pfuhl. Dabei seien gerade Kröten besonders wichtig, weil sie Insekten und Kleintiere fressen würden. Zum Beispiel auch Nacktschnecken, die sonst in den Schrebergärten sich über so manchen Salat hermachen.
Auf Autofahrten verzichten
Allerdings sind nur wenige Straßen mit Amphibienzäunen versehen, die Hotspots der Krötenwanderung sozusagen. Deshalb bittet der NABU derzeit um Rücksicht. An regnerischen Abenden kann es helfen, mit dem Auto nicht über kleine Wald- und Wiesenstraßen zu fahren. Das Tempo zu reduzieren reicht meist nicht, alleine der Sog der vorbeifahrenden Autos, kann einer Kröte zum Verhängnis werden und deren sensiblen inneren Organe zerstören.
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