Streik am Uniklinikum Gießen-Marburg: Warnstreik sei unnötig
Warnstreik Uniklinik Gießen - Neues Tarifangebot reicht verdi nicht aus
Der Streik am Uniklinikum Gießen-Marburg startet ab morgen für zwei Tage. Für alle, die nicht als Ärzte tätig sind, fordert die Gewerkschaft ver.di eine Lohnerhöhung. Die Geschäftsführung des Uniklinikums sagt aber, dass die Streiks wegen eines neuen Tarifangebots unnötig seien.
Ver.di reicht das neue Angebot bei weitem nicht. “Das aktuelle Tarifangebot reicht nicht mal dafür aus, dass die Kollegen die Inflation ausgeglichen bekommen”, sagt Ver.di-Pressesprecher Fabian Dzewas-Rehm unserem FFH-Reporter.
Angebot der Geschäftsführung
Die Verhandlungen hatten am 28. Februar begonnen, die Klinikleitung hatte ein Angebot in Höhe von 5,8 Prozent mehr Lohn in den nächsten zwei Jahren vorgelegt, angelehnt an aktuelle Branchenabschlüsse. Am Mittwoch sollen die Verhandlungen weitergehen. Das Uniklinikum spricht aber auch von schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, die durch die aktuelle Krankenhausreform noch verstärkt würden.
8.000 Beschäftigte betroffen
„Ein gutes Gesundheitswesen braucht gut bezahlte Beschäftigte. Neben festen Personalstandards sind gute Löhne nötig, um den Personalmangel zu bekämpfen", kritisiert Dzewas-Rehm. Die Tarifverhandlung betreffen laut ver.di ca. 8.000 nicht-ärztlich Beschäftigte im Uniklinikum Gießen-Marburg (UKGM). Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 12 Prozent, mindestens aber 400 Euro.
Ausfall von aufschiebbaren Operationen
Durch die Streiks werden aufschiebbare Operationen und Behandlungen ausfallen. Eine Notdienstvereinbarung stellt aber sicher, dass Notfälle und stationäre Patienten weiterhin versorgt werden. Ziel sei es, die Versorgung der Bevölkerung, die auf die Dienste des UKGMs angewiesen ist, jederzeit zu gewährleisten.
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