Cold Case Azime Sisek: Mordermittlungen im Wetteraukreis
Frau verschwand vor 33 Jahren - Neue Mord-Ermittlungen im Wetteraukreis
Was geschah der 23-jährigen Azime Sisek, die 1993 spurlos im Wetteraukreis verschwand. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Gießen haben die Ermittlungen in dem Cold-Case-Fall wieder aufgenommen.
Dabei durchsuchten sie zwei Grundstücke in Limeshain und Ortenberg, wo sich Sisek zuletzt aufgehalten haben soll. Die Ermittler befragen auch erneut Zeugen.
Hintergrund des Vermisstenfalls
Azime Sisek wurde am 10. Oktober 1969 in der Türkei geboren. Im August 1993 kam sie nach Deutschland, um einen Landsmann zu heiraten. Ihr letztes Lebenszeichen war ein Brief an ihre Familie am 10. September 1993. Erst im September 1995 meldeten Angehörige sie als vermisst. Es gab 1993 schon Verdachtsmomente auf ein Gewaltverbrechen. Aufgrund widersprüchlicher Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fall jedoch nicht aufklären, und die Ermittlungen wurden 1998 eingestellt.
Neue Ermittlungen
Nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Mordverdachts. Ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss führte zu Hausdurchsuchungen, jedoch ohne Erfolg. Der Leichnam der Vermissten wurde nie gefunden. Derzeit stehen neue Zeugenvernehmungen im Fokus. Wichtig ist, dass die Besitzer der durchsuchten Grundstücke nicht als Beschuldigte gelten.
Öffentlichkeitsfahndung und Zeugenaufruf
Die Polizei fragt die Öffentlichkeit: Wer hat Informationen über Azime Siseks Aufenthalt in Deutschland oder über mögliche Tatverdächtige? Hinweise können vertraulich behandelt werden.