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01.06.2026, 12:44 Uhr
Süß und rot -
Ockstädter Kirschen starten in die Saison
© dpa
Süß und Rot - Kirschen in Ockstadt in der Wetterau. (Symbolbild)
Bald gibt es wieder saftige Kirschen an Verkaufsständen und auf dem Markt zu kaufen. In Hessens Kirschenhochburg startet in diesen Tagen die Ernte.
Erst Regen und dann viel Sonne und Wärme - nach günstigen Witterungsbedingungen während der Reifezeit hoffen die Kirschenbauern in Friedberg-Ockstadt in der Wetterau auf eine gute Saison.
Erste Sorten werden geerntet
In dieser Woche werden die ersten frühen Sorten wie "Bellise" geerntet, sagte der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins 1889 Ockstadt, Florian Hess, der Deutschen Presse-Agentur.
Kirschenbauer Florian Hessen im Gespräch mit FFH-Reporterin Anne Schmidt
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Also wir fangen zum Wochenende hin an. Wir haben nicht die ersten Sorten. Wir starten quasi in der zweiten Woche. Wie sind sie? Wie schmecken sie? Ich gehe davon aus, dass sie so gut schmecken wie immer. Das Wetter war zufriedenstellend? Die Wärme von der letzten Woche, die paar 30 Grad, hätten wir jetzt nicht unbedingt gebraucht. Die waren schon sehr belastend, schon stressiger für die Bäume. Der Regen davor war wichtig. Die Woche ist ja auch nochmal ein bisschen Regen gemeldet. Das beginnt natürlich so das Thema mit dem Aufplatzen. Also Regen ist das eine, freut das andere Leid. Bei dir auch schon was aufgeplatzt? Nee, bei mir aktuell noch nicht. Da sieht es aktuell noch sehr gut aus. Hier, der Anton ist dabei. Der Junior, der Kleine. Und der Opa ist da, habe ich gesehen, die Oma. Wie ist das, wenn ihr erntet, alle Mann dann zwischen die Bäume? Ja, ich sage mal, Wochenends oder wenn sie mal hart auf hart kommt und wir brauchen mal richtig Menge, dann sind schon alle da. Aber ansonsten haben wir unsere festen Erntehelfer. Wie ist es mit den Kirschenpreisen? Auf alle Fälle Vorjahresniveau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir günstiger werden können. Die Düngemittelpreise, Spritpreise sind extrem geworden. Steigerung vom Mindestlohn gehört auch dazu. Und ich denke, dass wir auf dem Vorjahresniveau irgendwas um die 10 Euro liegen, plus minus.
Ernte bis August
Bis August bieten die Kirschenbauern die süßen und saftigen Früchte an Verkaufsständen, auf Märkten oder in Hofläden an. Im Laufe des Sommers lässt die Nachfrage nach, zumal mit den frühen Sommerferien, die am 29. Juni beginnen, viele Hessinnen und Hessen verreisen.
Verkaufspreis könnte steigen
Die Verkaufspreise der Kirschen können steigen, da Diesel, Dünger und Mindestlöhne steigen. Rund zehn Euro habe im vergangenen Jahr ein Kilogramm Ockstädter Kirschen gekostet, zum Saisonende seien es etwa acht Euro gewesen.
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Florian Hess baut im Nebenerwerb Kirschen in Ockstadt an. Am Wochenende beginnt bei ihm die Ernte, erzählt er.
Schädlinge machen Sorge
Schädlinge bereiten den Kirschenbauern Kopfzerbrechen, in diesem Jahr seien vor allem Blattläuse aber auch Kirschfrucht- und Kirschessigfliege. Hier beklagt Kirschbauer Hess eine aus seiner Sicht zu restriktive Zulassungspraxis für Mittel zur Schädlingsbekämpfung.
Weniger Kirschbaubetriebe
Früher waren in dem Friedberger Ortsteil einmal rund 40 Betriebe im Kirschenanbau aktiv, heute seien es weniger, sagt Hess. Sie alle betreiben den Anbau der Früchte nur als einen von mehreren Erwerbszweigen. Bei der Ernte werden die Betriebe demnach von mehr als 100 Erntehelfern unterstützt.
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Das Kirschen-Dorf Ockstadt bei Friedberg in der Wetterau