Süß und rot - Ockstädter Kirschen starten in die Saison
Bald gibt es wieder saftige Kirschen an Verkaufsständen und auf dem Markt zu kaufen. In Hessens Kirschenhochburg startet in diesen Tagen die Ernte.
Erst Regen und dann viel Sonne und Wärme - nach günstigen Witterungsbedingungen während der Reifezeit hoffen die Kirschenbauern in Friedberg-Ockstadt in der Wetterau auf eine gute Saison.
Erste Sorten werden geerntet
In dieser Woche werden die ersten frühen Sorten wie "Bellise" geerntet, sagte der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins 1889 Ockstadt, Florian Hess, der Deutschen Presse-Agentur.
Ernte bis August
Bis August bieten die Kirschenbauern die süßen und saftigen Früchte an Verkaufsständen, auf Märkten oder in Hofläden an. Im Laufe des Sommers lässt die Nachfrage nach, zumal mit den frühen Sommerferien, die am 29. Juni beginnen, viele Hessinnen und Hessen verreisen.
Verkaufspreis könnte steigen
Die Verkaufspreise der Kirschen können steigen, da Diesel, Dünger und Mindestlöhne steigen. Rund zehn Euro habe im vergangenen Jahr ein Kilogramm Ockstädter Kirschen gekostet, zum Saisonende seien es etwa acht Euro gewesen.
Schädlinge machen Sorge
Schädlinge bereiten den Kirschenbauern Kopfzerbrechen, in diesem Jahr seien vor allem Blattläuse aber auch Kirschfrucht- und Kirschessigfliege. Hier beklagt Kirschbauer Hess eine aus seiner Sicht zu restriktive Zulassungspraxis für Mittel zur Schädlingsbekämpfung.
Weniger Kirschbaubetriebe
Früher waren in dem Friedberger Ortsteil einmal rund 40 Betriebe im Kirschenanbau aktiv, heute seien es weniger, sagt Hess. Sie alle betreiben den Anbau der Früchte nur als einen von mehreren Erwerbszweigen. Bei der Ernte werden die Betriebe demnach von mehr als 100 Erntehelfern unterstützt.