Radeln und dabei Gutes tun - Tour der Hoffnung startet in Gießen
Es ist eine Geschichte, die 1983 in Gießen begann - und bis heute nichts von ihrer Kraft verloren hat.
Am 6. August startet die 44. Tour der Hoffnung: Rund 160 Radlerinnen und Radler drücken drei Tage lang in die Pedale, um Spenden für krebskranke Kinder und deren Familien zu sammeln. Und traditionell beginnt alles in Mittelhessen.
Gießen ist der Ursprung - und bleibt es auch
Der erste Tag der Benefiz-Radtour gehört Mittelhessen - das war schon immer so und soll auch so bleiben. Denn hier liegen die Wurzeln der Tour: Professor Fritz Lampert leitete damals die Kinderkrebsstation an der Uni-Klinik Gießen. 1983 hatte er die verrückte Idee, einfach aufs Rad zu steigen und nach Hamburg zur Stern-Redaktion zu fahren - um auf die finanzielle Misere in der Kinderkrebstherapie aufmerksam zu machen. Seine Kollegen hielten ihn für verrückt. „Ein Professor gehört in den weißen Kittel und nicht aufs Rennrad", hieß es damals. Er kam mit 300.000 Mark zurück. Die Geburtsstunde der Tour der Hoffnung.
„Die Geburtsstätte ist in Gießen - und damit bleibt auch der erste Tag immer rund um Gießen. Die Tour gehört zu dieser Universitätsstadt und so soll es auch bleiben", sagt der 1. Vorsitzende Dr. Mathias Rinn.
60 Kilometer quer durch Mittelhessen
Los geht's am Donnerstag, 6. August, bei der Stadtwerke Gießen AG. Von dort führt die rund 60 Kilometer lange erste Etappe durch die Region: über Heuchelheim, durch Gießen, nach Lollar, Staufenberg, Reiskirchen und bis nach Lich - mit Stopp unter anderem bei der Licher Privatbrauerei. Bei jedem Halt gilt: Zuschauen und Mitfeiern ausdrücklich erwünscht! Jeder Spendenscheck wird gefeiert - egal, wie hoch der Betrag.
Das Finale des ersten Tages findet auf dem Parkdeck des Radiologischen Zentrums Dr. Wüsten in der Flutgrabenstraße in Gießen statt - ein neuer Partner, der die Radler feierlich empfängt. Auch das Eiscafé Silano in Lollar ist in diesem Jahr erstmals als Spendenstation dabei.
Danach geht es weiter - ins „Ausland"
Nach dem Gießen-Prolog machen sich die Radler auf den Weg nach Norden und Osten: Tag zwei (7. August) führt von Magdeburg nach Halle, Tag drei (8. August) von Halle bis Leipzig - mit dem Ziel an der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Leipzig. Es ist das erste Mal seit 16 Jahren, dass die Tour wieder durch Ostdeutschland rollt.
Prominente Unterstützung garantiert
Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem Fußball-Weltmeister Felix Magath und Jupp Kapellmann, Olympiasiegerin Lisa Brennauer sowie Boxer Henry Maske. Dr. Rinn über Magath: „Der ist in diesem Jahr tatsächlich auf uns zugekommen - dieses Angebot nehmen wir natürlich gerne an."
Schirmherrin ist Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle, die die Tour seit vielen Jahren begleitet.
Mitmachen - auch ohne Rennrad-Profi zu sein
Wer selbst in die Pedale treten möchte, kann beim 7. Socialride mitmachen: noch bis zum 12. Juli können Einzelpersonen, Teams oder Vereine 333 Kilometer in neun Tagen zurücklegen und dabei spenden. Im vergangenen Jahr kamen beim Socialride allein 54.000 Euro zusammen.
In über vier Jahrzehnten hat die Tour der Hoffnung weit über 40 Millionen Euro gesammelt - 100 Prozent davon direkt für betroffene Kinder, Forschung und Reha. Allein 2025 waren es 1.273.000 Euro. Und Dr. Rinn bringt es auf den Punkt: „Dieses Zusammen-Gutes-Tun - das tut einfach gut."
Mehr Infos und Anmeldung zum Socialride: www.tour-der-hoffnung.de