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> Darum müssen in Rosbach Pflanzkübel runter von der Straße
04.08.2026, 17:56 Uhr
Rosbach räumt Straßen frei -
Darum werden hier Pflanzkübel entfernt
© FFH
Diese Pflanzkübel in Rosbach stehen auf dem Bürgersteig und bleiben damit erhalten. Viele andere werden jetzt entfernt.
Jahrelang standen sie in den Wohngebieten von Rosbach - jetzt räumt die Stadt die Pflanzkübel von ihren Straßen. Eigentlich sollen sie dort den Verkehr beruhigen und für etwas Grün sorgen. Doch die Meinungen zu den Kübeln gehen in Rosbach auseinander.
Die Stadt Rosbach (Wetteraukreis) will in den kommenden Tagen und Wochen auch die restlichen Pflanzkübel aus dem öffentlichen Straßenraum entfernen. Grundlage ist das Ergebnis einer Verkehrsschau, bei der Polizei, Verkehrsbehörden und die Stadt gemeinsam die Straßen unter die Lupe nehmen.
Unfallgefahr vor allem für Zweiradfahrer
Bürgermeister Steffen Maar erklärt, warum die Kübel jetzt weg müssen: Zwar bliebe es bei einem Zusammenstoß mit einem Auto meist beim Sachschaden. „Aber wenn ein Zweiradfahrer dagegen fährt, dann kann das durchaus schlimmer sein", sagt Maar im FFH-Gespräch. Deshalb wurde ihre Entfernung angeordnet. Aber nicht alle: Kübel auf öffentlichen Plätzen wie dem Marktplatz bleiben stehen, versichert Maar.
Rosbachs Bürgermeister über die Entfernung der Pflanzkübel
"Es geht um zehn bis 15 Kübel, die eine Gefahr darstellen", berichtet Bürgermeister Steffen Maar am FFH-Mikro.
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Es gibt alle zwei oder drei Jahre eine Verkehrsschau. Da nehmen alle Behörden teil, die was mit Straßenverkehr zu tun haben. Und natürlich wir als Stadt, als Straßenbaulastträger. Dabei waren diese Pflanzkübel Thema. Und dort wurde vereinbart, dass sie dort, wo sie verkehrlich im Weg stehen, das heißt, wo eine Gefahr von denen ausgeht, dass sie weggeräumt werden. Das betrifft so zehn, maximal 15 Pflanzkübel im gesamten Stadtgebiet. Und wenn man das mal ganz logisch überlegt, ist es tatsächlich so, dass von den Dingern ja eine Gefahr ausgeht. Also die stehen auf der Fahrbahn. Das ist, wenn ein Auto dagegen fährt, da wird es in der Regel beim Sachschaden bleiben. Aber wenn ein Zweiradfahrer dagegen fährt, dann kann das durchaus schlimmer sein. Deshalb haben wir gesagt, jo, aus Sicherheitsgründen kommen sie da, wo sie auf der Fahrbahn stehen, weg. Wo die auf öffentlichen Plätzen, beispielsweise Marktplatz stehen oder so, da bleiben sie natürlich stehen.
Die Kübel kommen in den Kindergarten
Rund 10 bis 15 Pflanzkübel sollen abgebaut werden. Sie kommen zunächst zum städtischen Bauhof, wo sie begutachtet werden. Gut erhaltene Exemplare sollen ins Kinderhaus Bergstraße wandern - dort wollen die Kinder darin Gemüsebeete anlegen. Ganz verschwinden aus Rosbach werden die Kübel also nicht. Was die Begrünung der Straßen angeht, hätten die sie laut Bürgermeister Maar nur einen geringen Einfluss gehabt. Er sieht mehr Potenzial in neu angelegten Flächenbeeten und Bäumen.
Für viele Rosbacher optisch kein Verlust
Bei einer FFH-Umfrage in Rosbach zeigt sich dazu: Viele Anwohner vermissen die Kübel kaum. Sie merken stattdessen an, dass die Pflanzen meist vertrocknet und ungepflegt waren. “Wer will sich darum auch kümmern?”, so ein Rosbacher am FFH. Derr städtische Bauhof habe da kaum Kapazitäätn, räumt auch Steffen Maar ein. Dies sei aber nicht der Grund für den nun erfolgten Abbau.
Was halten die Menschen in Rosbach von der Aktion?
Unser Reporter hat sich vor Ort umgehört. Die Meinungen zu den Pflanzkübeln sind gespalten.
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Die sahen eh ziemlich traurig aus, von daher, mich stört es nicht, wenn die wegkommen. Wo es wirklich angebracht ist, wo die Autos langsamer fahren sollen, könnten sie stehen bleiben, ja. Wir haben uns weder gestört noch behindert. Das Problem ist einfach, dass die Kübel keiner pflegen will. Da müssten die Bürger sich ein bisschen mehr einsetzen und müssten die auch mal gießen. Von der Stadt Rostbach wird eigentlich nichts gemacht, es ging immer an die Anwohner. Und es sind einige, die sagen, wir können jetzt nicht mehr diese Kübel bepflanzen. Zur Verkehrsberuhigung sind die wahrscheinlich ganz gut.
Maar: "Zur Verkehrsberuhigung bringe ndie nur teilweise was"
Der Bürgermeister setzt auf andere Maßnahmen, um den Autoverkehr zu bremsen.
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Was Verkehrsberuhigung angeht, bringen die nur teilweise was, weil die in Bereichen stehen, wo sonst einfach Parkplätze sind. Und da ist das Parken der Auto, bringt dann genauso viel zur Verkehrsberuhigung bei, wie der Pflanzkübel, einfach weil man an dieser Engstelle halt anhalten muss und muss den Gegenverkehr durchlassen. Verkehrsberuhigende Maßnahmen sind eher andere Sachen wichtig. Das ist zum Beispiel, dass wir die Tempo 30 mit dem Blitzgerät durchsetzen.
Anwohner sehen keine Gefahr durch Kübel
Doch es gibt auch andere Stimmen in Rosbach: Zur Verkehrsberuhigung seien die Pflanzkübel zumindest teilweise sinnvoll gewesen, meinen einige. Autos seien spürbar langsamer gefahren. Von Gefahrensituationen oder gar Unfällen durch die Kübel berichtet keiner der Anwohner. Stattdessen wünscht sich manch einer die Kübel zurück - gerade in breiten Straßen, wo Fahrzeuge sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten.
Blitzer statt Pflanzkübel?
Diese Einschätzung teilt Bürgermeister Maar nicht. “Die meisten Kübel standen in Wohngebieten dort, wo ohnenhin Autos parken. Die bremsen den Verkehr genauso”, meint der Rathauschef. Künftig will er lieber auf andere Mittel setzen: Beispielsweise sei gezieltes Blitzen aus seiner Sicht wirksamer, um Tempo 30 durchzusetzen.