Größte Fahrzeug-Übergabe - Sieben neue Autos für Limburgs Feuerwehr
Sieben neue Feuerwehrautos auf einmal - das gab es in Limburg noch nie. Für mehr als vier Millionen Euro rollen die glänzenden Wagen jetzt zu den Wehren in den Stadtteilen.
Vor der Hauptfeuerwache in der Ste.-Foy-Straße stehen die sieben neuen Fahrzeuge im Halbkreis aufgereiht. Zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik und Wirtschaft kamen zusammen, um die Autos offiziell in Dienst zu stellen - die bislang größte Fahrzeugübergabe in der Geschichte der Stadt.
Vier Millionen Euro Investition
Das Investitionsvolumen liegt bei mehr als 4,1 Millionen Euro, der Zuschuss des Landes beträgt insgesamt 275.600 Euro. „Wir investieren in die Einsatzfähigkeit unserer Wehren und sorgen somit auch für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, sagte der 1. Stadtrat Michael Stanke. Sechs der sieben Fahrzeuge sind Ersatzbeschaffungen für Autos, die nach 25 Dienstjahren die Altersgrenze erreicht haben.
Bürgermeister kritisiert Landesförderung
Bürgermeister Dr. Marius Hahn betonte: „Wir lassen uns die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und damit verbunden die Ausrüstung unserer Feuerwehren durchaus etwas kosten.“ Zugleich machte er auf ein Missverhältnis aufmerksam: Nach den geltenden Regelungen könnte die Stadt eigentlich eine Förderung von 20 Prozent erwarten - tatsächlich liegt der Landeszuschuss deutlich darunter. Aus seiner Sicht ist es an der Zeit, die Förderbedingungen zugunsten der Kommunen zu verändern.
Den Einsatzkräften gab er noch einen persönlichen Wunsch mit: „Kommen Sie gesund und heil wieder zurück.“ Auch Landtagsabgeordneter Christian Wendel ging auf die Finanzierung ein: Das Land leiste einen wichtigen Beitrag, der Löwenanteil liege aber bei den Kommunen - die Zusammenarbeit funktioniere dennoch gut.
Kleines Auto für die enge Altstadt
Stadtbrandinspektor René Jung stellte die Fahrzeuge vor: Drei neue Staffelfahrzeuge kommen künftig in Limburg, Ahlbach und Linter zum Einsatz, zwei Löschgruppenfahrzeuge LF 20 in Lindenholzhausen und Offheim. Ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 geht nach Staffel, für Eschhofen wurde ein Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft - klein und wendig für Einsätze in der engen Altstadt.
Das Staffelfahrzeug für Ahlbach wurde ohne Landeszuschuss beschafft: Ein Förderverfahren wäre zu langwierig gewesen, zudem machten neue Gewerbeflächen und die Nähe zu den Bundesstraßen 49 und 54 die Anschaffung dringend nötig.
Segen zum Abschluss
Zum Abschluss segneten Pfarrerin Susanne Stock und Diakon Wolfgang Zernig die sieben Fahrzeuge - mit einem historischen Löscheimer und dem Klang eines Feuerhorns. „Segne diese Fahrzeuge und die gesamte Ausrüstung. Lass alles Werkzeug der Rettung und der Hilfe sein“, lauteten die Worte der Segnung.
Damit endete eine Fahrzeugübergabe, bei der vor allem eines im Mittelpunkt stand: die Menschen, die mit den neuen Fahrzeugen künftig für die Sicherheit in Limburg unterwegs sind.