Das könnt ihr erleben - Die Uni Marburg feiert 500. Geburtstag
„Marburg hat keine Uni, Marburg ist eine Uni“ - so sagt es die Vizepräsidentin der Marburger Philipps-Universität, Prof. Dr. Evelyn Korn. Ab Oktober feiern Stadt und Uni gemeinsam das 500-jährige Jubiläum der Universität.
Das kommende Jahr wird ereignisreich in Marburg, denn in den nächsten 15 Monaten wird mit vielen Veranstaltungen in der ganzen Stadt der Geburtstag der Universität gefeiert.
Unigründung
Die Gründung der Universität durch Landgraf Philipp von Hessen im Jahr 1527 war eng mit der Reformation verbunden. Diese war ein Jahr zuvor auf der Homberger Synode in Homberg (Efze) für Hessen beschlossen worden.
Auftakt im Oktober
Am 13. Oktober startet in Homberg (Efze) eine Radstaffel mit Studierenden des Collegium Philippinum der Hessischen Stipendiat*innenanstalt. Die Route führt über Treysa nach Marburg, wo die Gruppe am 14. Oktober von Angehörigen der Universität empfangen wird. Anschließend zieht ein Festzug hinauf zum Landgrafenschloss. Dort beginnt am Nachmittag eine Party für Studierende und Beschäftigte. Ab dem 15. Oktober zeigt das Schloss außerdem die Ausstellung „500 Jahre Universität Marburg - was von der Geschichte übrig blieb“.
Rund 300 Veranstaltungen geplant
Ausstellungen, internationale Konferenzen, Tagungen und weitere Projekte prägen das Jubiläumsprogramm. Insgesamt finden über 300 Veranstaltungen statt. Marburg werde in den kommenden Monaten zu einem „Epizentrum der Wissenschaft in Europa“, sagte Universitätspräsident Thomas Nauss. Auch Studierende beteiligten sich rege an der Gestaltung des Programms, ergänzte Vizepräsidentin Evelyn Korn.
Der Blick richtet sich nach vorn
Universitätspräsident Thomas Nauss sieht das Jubiläum nicht als Abschluss einer Entwicklung. Die Hochschule wolle ihre Vergangenheit erkunden und zugleich ihre Rolle in einer Welt diskutieren, die sich stark verändert. Sein Leitgedanke: „Wir feiern nicht, weil wir fertig sind, wir feiern, weil wir jetzt gerade anfangen.“ Nach den Feierlichkeiten gehe es in die nächsten 500 Jahre, erzählt er.
Marburg interaktiv erleben
Einen anderen Zugang zur Geschichte bieten die „Marburger Wissensräume“. Das digitale Projekt zeigt Orte, an denen in Marburg Wissen geschaffen, weitergegeben und diskutiert wurde - oder bis heute wird. Per Smartphone können Interessierte auch Schauplätze erkunden, die inzwischen nicht mehr zugänglich sind. Geleitet wird das Projekt von Peter Bell; Studierende arbeiten daran mit. Die technische Plattform steuert das Marburger Unternehmen Inosoft bei.
Jeder ist willkommen
Zu den rund 300 Veranstaltungen in den kommenden Monaten ist jeder eingeladen. Einige davon erfordern allerdings eine Voranmeldung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Die Universität will ihre Geschichte teilen und mit allen feiern, was war und was noch kommen wird.