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Nach Todes-Fahrt in Berlin: So wird den Opfern in Bad Arolsen geholfen

Nach Todes-Fahrt in Berlin - So wird Opfern in Bad Arolsen geholfen

© dpa

Eine Lehrerin der Kaulbachschule in Bad Arolsen ist bei der Todes-Fahrt Anfang Juni in Berlin ums Leben gekommen. Insgesamt wurden bei der Amokfahrt 32 Menschen verletzt, darunter zahlreiche Schüler der Lehrerin, die sich auf einer Klassenfahrt befanden sowie ein weiterer Lehrer. 

Eine Lehrerin stirbt, zahlreiche Schüler der Kaulbachschule in Bad Arolsen werden teils schwer verletzt. Gut zwei Wochen sind nach der Todesfahrt an der Berliner Gedächtniskirche vergangen. Im Rathaus gibt es mittlerweile eine zentrale Anlaufstelle für die Opfer - die von Beginn an nachgefragt wird.

"Das Ereignis ist in Bad Arolsen noch immer sehr präsent, die Welt hat sich hier nicht so einfach weitergedreht", sagt Bad Arolsens Bürgermeister Marko Lambion im FFH-Gespräch. "Wir sind immer noch dabei, das zu verarbeiten."

"Nachfragen seit dem ersten Tag"

Im Rathaus wurden deshalb die Kontakte für die Hilfsangebote gebündelt – ganz egal, ob es um psychische Hilfen oder rechtliche Fragen geht. "Wir können hier den Kontakt zu den richtigen Stellen herstellen, damit den Betroffenen auch schnell geholfen wird", so Lambion. "Wir haben seit dem ersten Tag Nachfragen."

Hilfe auf Jahre angelegt

Die Hilfe für die Opfer im Rathaus sei auf Jahre angelegt. "Das ist zeitlich nicht begrenzt", sagt Lambion, der weiß, dass es gerade mit Blick auf einen möglichen Strafprozess nochmal schwierig werden könnte für die Opfer.


Wer Hilfe braucht, kann sich an Dominik Wohl wenden, er ist zentraler Ansprechpartner im Rathaus, Tel. 05691/801205 (Mo - Do, 9:00 bis 17:00 Uhr; Fr, 9:00 bis 13:00 Uhr), oder per Mail an dominik.wohl@bad-arolsen.de

Marcel Ruge

Reporter
Marcel Ruge

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