Nach 270 Jahren Braugeschichte - Hütt-Brauerei in Baunatal muss schließen
Die Hütt-Brauerei muss nach 270 Jahren ihre Pforten schließen. Damit endet die Geschichte des Familienunternehmens, die zu einer echten hessischen Institution geworden ist.
Die Brauerei, mit Sitz in Baunatal, wird bereits in der neunten Generation betrieben.
Kein Nachfolger für die Hütt-Brauerei
Es ist ein trauriger Tag für Brauereiinhaber Frank Bettenhäuser: Nach 40 Berufsjahren hört er altersbedingt auf. Mehrere Jahre hat der 68-Jährige zwar versucht, einen Käufer oder einen Investor für die Brauerei zu finden, leider ohne Erfolg. Nun muss die Hütt-Brauerei schließen.
Die Knallhütte, die Gaststätte die an dem Produktionsort grenzt, ist von der Schließung nicht betroffen.
Eine Institution geht verloren
Bettenhäuser bedauert die Schließung sehr, denn damit geht eine Institution in der Region verloren. Vor allem der Produktionsort, der als die Knallhütte bekannt ist, ist eine Ikone in Kassel geworden. "Die Geschichte der Hütt-Brauerei ist eng mit Kassel, seinen Bewohnern und der Region verwoben", sagt der Geschäftsführer in einer Pressemitteilung.
Geordnete Liquidation
Laut der Brauerei, wird die Schließung über eine sogenannte "geordnete Liquidation" stattfinden, damit für die 38 Mitarbeitende, die Zulieferer und die Geschäftspartner eine systematische Abwicklung gewährleistet werden kann. Bei diesem Prozess geht es darum, dass ein Unternehmen seine Vermögenswerte verkauft, um all seine offenen Rechnungen zu begleichen.
Bettenhäuser hofft weiterhin, dass sich vielleicht doch ein Nachfolger für die Brauerei ergibt: "Sollte es im Prozess der Liquidation zu Angeboten von Käufern oder Investoren kommen, bin ich auf jeden Fall bereit, diese Verhandlungen aufzunehmen", sagt er.

