Huskies vor Halbfinal-Einzug - "Was geredet wird interessiert uns nicht"
Die Kassel Huskies stehen in der DEL2 kurz vor dem erneuten Einzug ins Halbfinale. Nach 2023 und 2024 scheinen sich die Nordhessen auch 2026 gegen Weißwasser im Viertelfinale durchzusetzen. In der Serie steht es nach Siegen 3:1 für Kassel - ein Sieg fehlt ihnen noch.
“Den holen wir jetzt” sagt Huskies-Verteidiger Simon Schütz im FFH-Gespräch und antwortet auf die Frage, was denn dafür sprechen würde, dass Kassel Freitag die Serie beendet kurz und knackig: “alles”.
“Egal, was geredet oder geschrieben wird”
Nach Spiel vier in Weißwasser kochten die Emotionen hoch - es wurde in einigen Medien und auch in den sozialen Netzwerken viel geschrieben. Schütz, auf die Unruhe angesprochen, sagt: “Äußere Eindrücke interessieren uns eigentlich nicht, egal was geredet oder geschrieben wird. Wir fokussieren uns aufs Eishockey, deswegen: Weiterkommen ist das Ziel und das schaffen wir.”
Was war passiert nach und vor Spiel 4?
Es waren zwei unterschiedliche Themen, die die weißwasseraner Verantwortlichen nach dem Spiel auf die Palme gebracht haben sollen. Zum einen soll laut Lausitzer Rundschau der Trainer der Kassel Huskies beim Training am Dienstagvormittag einem Wirt in der Eishalle die “Kopf-ab-Geste” gezeigt haben. Dieser wollte, dem Bericht nach, auf Bitte der Huskies die Halle nicht verlassen.
Huskies gehen von Fehlinterpretation aus
In einem offiziellen Statement der Kassel Huskies heißt es: “Nach interner Prüfung der erhobenen Vorwürfe sind wir überzeugt, dass die geschilderte Geste in dieser Form nicht stattgefunden hat. Vielmehr dürfte es sich um eine Fehlinterpretation des Anzeigeerstatters, Mario Pinter, handeln, nachdem dieser wiederholt vergeblich aufgefordert wurde, von der Trainingseinheit der Kassel Huskies keine Videoaufnahmen zu fertigen.”
Anzeige nach Niederlage gestellt
Die Bedrohung, die der Huskies-Trainer gegenüber Wirt Pinter gemacht haben soll, war laut örtlicher Bild-Zeitung gegen 11 Uhr vormittags. Die Strafanzeige stellte er demnach gegen 23 Uhr abends nach der Niederlage. Im Artikel bestätigt die Polizei diese Angaben. Zudem recherchierten einige Fans sehr schnell, dass offenbar der Wirt Mario Pinter und Weißwassers Co-Trainer André Mücke befreundet seien - sogar eine gemeinsame Schankwirtschaft betreiben sollen.
Huskies beim Schiedsrichter
Außerdem beschwerten sich die Füchse-Verantwortlichen in den genannten Medien, dass die Huskies vor dem Spiel bei den Unparteiischen in der Kabine gewesen seien. Liga-Chef Rene Rudorisch sagt dazu in der HNA: “Das Thema liegt momentan beim Schiedsrichter-Wesen des DEB. Es ist eine Unterscheidung, ob sich ein Team-Offizieller unerlaubt oder ungewollt Zugang zur Schiedsrichter-Kabine verschafft – oder eben nicht. Das erste wäre ein Regelverstoß, dann wäre es auch eine Liga-Angelegenheit. Dafür gibt es aber keine Anzeichen, man hat sich über dieses Gespräch wohl verständigt.”
Huskies wollen sich auf Eishockey konzentrieren
Im FFH-Interview macht Huskies-Verteidiger Simon Schütz sehr klar, dass sie gewillt sind, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich auf Eishockey zu konzentrieren. Los geht's am Freitagabend um 19.30 Uhr - FFH berichtet live aus der Probonio Arena.