Die andauernden hohen Temperaturen wirken sich auf Fahrbahnbeläge aus.
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Die Ortsdurchfahrt von Bad König-Zell ist wieder voll gesperrt - weil sich der Straßenbelag durch die hohen Temperaturen auflöst. Die Gegend ist eh schon leidgeplagt wegen der Sperrung der B45 im Bereich Zeller Brücke. Deswegen ist die Stimmung am Tiefpunkt, sagt Bürgermeister Frank Hofferbert und macht Hessenmobil und der Landespolitik Vorwürfe.
In der Hitze verflüssigte sich die Bitumenschicht der Straße, erklärt Hofferbert. Die Straße musste gesperrt werden – und die Stimmung im Ort ist mies: „Die Laune ist sprichwörtlich im Keller. Auch die Geduld ist nicht mehr vorhanden“, sagt der Bürgermeister im FFH-Gespräch.
Wichtige Umgehungsstrecke gesperrt
Denn seit der Sperrung der Zeller Brücke und der B45 in diesem Bereich ist die schmale Ortsdurchfahrt von Zell zur wichtigen Umgehungsstrecke geworden. Zu viel Verkehr für die sowieso schon nicht mehr ganz fitte Straße, den Helmertweg.
Die Laune ist sprichwörtlich im Keller. Auch die Geduld ist nicht mehr vorhanden, was ich auch verstehen kann. Also mittlerweile nach einem Jahr so einem Desaster, so auf und nieder und sperren und nicht sperren und offen und doch nicht offen, kann ich es auch verstehen und nachvollziehen, dass die Anwohnerinnen und Anwohner mittlerweile keine Geduld mehr haben und auch, wie gesagt, keine Laune mehr haben.
Heute soll es endlich ein Treffen mit Verantwortlichen von Hessen Mobil und Fachfirmen vor Ort geben, sagt Bürgermeister Frank Hofferbert. Dann wird besprochen, wie es weiter gehen soll. Klar ist: Die warmen Temperaturen bleiben uns erstmal noch erhalten.
Bei der Stadtverwaltung laufen gerade viele Beschwerden auf, darauf einzugehen kostet Zeit, erklärt der Bürgermeister. Andere Arbeiten bleiben deswegen gerade liegen.
Bürgermeister fühlt sich alleingelassen
Hilfe von außen hätte sich der Bürgermeister schon früher erhofft, sowohl von Hessen Mobil als auch von der Politik in Wiesbaden: „Da merkt man momentan nicht viel Unterstützung oder bis hin zu gar keiner Unterstützung“, so Hofferbert.
Bürgermeister: Wir sind alleine gelassen worden
Auf der regionalen Ebene hat die Unterstützung gut funktioniert, sagt Bürgermeister Frank Hofferbert, aber von Hessen Mobil und der Politik in Wiesbaden hätte er sich mehr erhofft.
Ich muss sagen, Unterstützung im Bereich, was bei uns intern im Haus natürlich ist, das funktioniert sehr gut, Straßenverkehrsbehörde, Bauabteilung, das ist wirklich top, auch die Freiwillige Feuerwehr, sei hier mal erwähnt, der Bauhof, das ist wirklich sehr toll, die Zuarbeit, beim Kreis muss ich auch sagen, die Zuarbeit noch sehr gut da, und dann hört es aber allerdings leider auf. Ich habe es auch Vertretern von Hessen Mobil mitgeteilt, am Wochenende, gerade beim Pfingstwochenende sind wir halt da alleine gelassen worden, und auch momentan von der, ich sage mal so, Richtung auch Politik, mal so ein bisschen Richtung Wiesbaden geschaut, da merkt man momentan nicht viel Unterstützung, oder bis hin zu gar keiner Unterstützung. Wir hätten uns halt mal gewünscht, dass ein Vertreter von Hessen Mobil auch mal vor Ort aufschlägt, mal vielleicht auch mit Rat und Tat zur Seite steht, ich meine, da haben wir die Behörde, die vom Fach ist, die haben die, die, in dem Sprich, haben die halt auch, wir haben ja auch wieder weitere Kontakte, wie man vorgehen kann, und hier muss man sagen, dass ab Freitag, ab einer gewissen Uhr, ich sage mal 17 Uhr, kein Meer erreichbar war.
Gerade mit Blick auf das vergangene Pfingstwochenende bemängelt der Bürgermeister, dass Hessen Mobil dem Ort nicht beiseite stand: „Ich meine, da haben wir die Behörde, die vom Fach ist. Dementsprechend haben die halt auch wieder weitere Kontakte, wie man vorgehen kann. Und hier muss man sagen, dass ab Freitag ab einer gewissen Uhr, ich sage mal 17 Uhr, keiner mehr erreichbar war“, so die Kritik von Hofferbert.
Wie es weitergeht, bleibt unklar
Wie es jetzt weitergeht und wie lange die Strecke gesperrt bleibt, ist derzeit noch unklar. Trotz der Sperrung des Helmertwegs ist die Zufahrt für die Anwohnerinnen und Anwohner bis zu ihren Grundstücken weiterhin möglich.