Prozess um Vorfall in Söhrewald - Hooligans verabreden sich zur Schlägerei
Um sich gegenseitig zu verprügeln, sollen sich Hooligans von Eintracht Frankfurt mit Neonazi-Hooligans aus dem Umfeld des Fußballvereins Rot-Weiß Erfurt verabredet haben – im nordhessischen Söhrewald. Wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung stehen ab Dienstag neun Männer vor dem Landgericht in Kassel.
11 gegen 11 – mit dem Ziel, die anderen zu überwältigen und kampfunfähig zu schlagen – so soll es im Mai 2019 auf einem Forstweg in Söhrewald verabredet gewesen sein. Bei dem Treffen soll es sich um eine sogenannte „Drittortauseinandersetzung“ gehandelt haben - also um eine verabredete Schlägerei fernab eines Fußballspiels.
Eine Woche lang arbeitsunfähig
Die in Kassel Angeklagten sind laut Staatsanwaltschaft alle in der Hooligan-Szene von Eintracht Frankfurt aktiv. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder der Gruppierung „Jungsturm“ so heftig geschlagen zu haben, dass die teilweise ins Krankenhaus mussten und eine Woche lang arbeitsunfähig gewesen seien. Ob und wenn ja wo gegen die Mitglieder von “Jungsturm” verhandelt wird, konnte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf FFH-Nachfrage nicht sagen.